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Kulturplattform Donauraum
Hafen von Novi Sad
Bundeskanzleramt Österreich, Europäische und internationale Kulturpolitik

Kulturplattform Donauraum

Donnerstag, 20. April 2017

Kulturplattform Donauraum – Kreative Orte des 21. Jahrhunderts

Österreich ist federführender Partner bei einem EU-Projekt zum Themenkreis Kunst, Kultur & Tourismus

 

In Wien fällt jetzt der Startschuss für ein ehrgeiziges EU-Projekt, das die kulturellen und touristischen Verbindungen der Länder Zentral- und Osteuropas stärken soll. Unter dem Titel „Kulturplattform Donauraum – Kreative Orte des 21. Jahrhunderts“  wird eine Strategie erarbeitet, historische Orte und Ereignisse einem internationalen Publikum mit zeitgemäßen Formaten (High-Tech-Design, digitale Visualisierungen, Kunst, etc.) zu vermitteln.

 

6 Länder nehmen an der Kulturplattform Donauraum teil, wobei Österreich federführend ist. Ziel ist es, weitere Länder einzuschließen, sodass schließlich alle 14 Länder der EU-Donauraumstrategie mit an Bord sind. Neben den EU-Staaten Deutschland (mit den Donau-Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern), Österreich, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien sind auch die angrenzenden Staaten Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Moldau und Ukraine. Die EU finanziert 85 Prozent des Budgets von 1,7 Millionen Euro. 


Die wohl spannendste Intention des Projekts ist es, versteckte Stätten des Kulturerbes („hidden heritage hot spots“) und historische Ereignisse entlang der Donau und ihren Wasserverbindungen zu ergründen und mit Mitteln der Kunst sichtbar zu machen.

Kunst – Kultur – Tourismus: Mit diesen drei Begriffen sind die Eckpfeiler der Kulturplattform Donauraum konkret umschrieben.

Die europäische Geschichte bildet das Fundament. Die kulturellen Spuren mit ihren bekannten und ihren neu zu entdeckenden, versteckten Stätten werden zu Kulturrouten verknüpft. Mit dem Institut für Kulturrouten des Europarats wurde ein sehr renommierter und strategisch wichtiger Partner gewonnen. Diese Routen schließlich eignen sich dann perfekt zur kulturtouristischen Nutzung. 

 

Unter der Federführung des Bundeskanzleramts Österreich in Wien wird ein kulturpolitisches Netzwerk eingerichtet, das die 14 Länder der Kulturplattform Donauraum umfasst und das Vertreter aus Kultur und Tourismus sowie NGOs einbezieht.

 

Als wissenschaftliches Fundament des Projekts dient eine zu erstellende Studie mit dem Titel „Mapping of places of history“. Sie soll das Mapping zu Kulturrouten und zu interessanten historischen Orten mit wichtigen Daten enthalten.

 

„Heritage Reloaded“ ist sodann der Titel für Pilotprojekte der Kulturplattform Donauraum. Hier geht es um High Tech und um digitale Visualisierungen, aber auch um zeitgenössische Kunst und klassische Ausstellungsformen, die wiederum mit Film oder mit Animation angereichert werden können. Da die versteckten Stätten des Kulturerbes im Vordergrund des Projekts stehen, wird der „Sichtbarmachung des Unsichtbaren“ eine besondere Bedeutung zukommen.

 

Was bedeutet unsichtbar in diesem Zusammenhang? Es kann um Orte gehen, die unbekannt sind, die unter der Erde liegen, die zerstört oder von Politik und Gesellschaft verdrängt wurden. Diese Stätten, wie z.B. ein römisches Badehaus in Oberösterreich oder die zerstörte Synagoge von Vidin/ Bulgarien, werden mittels 3D-Visualisierungen rekonstruiert oder durch eine künstlerische Interpretation zu neuem Leben erweckt.

 

Die konkreten Arbeiten an dem Projekt beginnen am 20. April in Wien mit dem Experten-Workshop „Discovering Hidden Heritage“ zum Thema der Verbindung von Kultur und Tourismus. Zwei weitere Workshops werden folgen: Im Frühjahr 2018 geht es in Linz um die Vermittlung von Geschichte, im Herbst 2018 in Regensburg um die Förderung des kulturellen Austauschs.

 

Das EU-Projekt Kulturplattform Donauraum läuft bis zum Juni 2019, dann sollen in einer Schlusskonferenz alle Erkenntnisse zusammengefasst und Modelle der neuen, innovativen Kulturrouten präsentiert werden.

 

Website: www.interreg-danube.eu

 

 

PROJEKT PARTNER

 

Bundeskanzleramt, Sektion Kunst und Kultur, Federführung: Österreich

 

Land Oberösterreich, Oberösterr. Landesmuseen, OK Kulturzentrum, Österreich

 

Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst, Baden-Württemberg, Deutschland

 

Kulturministerium Rumänien

 

Kulturministerium Bulgarien

 

Tourismusministerium Bulgarien

 

Stadt Regensburg, Deutchland

 

Zsolnay Kulturquartier, Pécs, Ungarn

 

Danube Competence Center, Belgrad, Serbien

 

 

 

Audiobeitrag Kossuth Radió der Korrespondentin Szilvia Gräf (Sendung 29. April 2017)

Audio

Pressestimmen

Tourismusfachmagazin ÖGZ

Tourismusfachmagazin TRAVELLER

Kunstkritikerin Sabine B. Vogel über die neuen Routen durch Europa

AllDalyNews

ORF Ö1 von Irene Suchy

Austria.com

Vienna.at

Ankündigung Tiroler Tageszeitung

ORF on / Gerald Heidegger

Salzburger Nachrichten

Salzburg24

Volksblatt

Kleine Zeitung

Österreich Journal

Vorarlberg oline

APA Science

APA Meldung

 

APA0150 5 KI 0244 Do, 20.Apr 2017

EU/Kunst & Kultur/Tourismus/Österreich

Verstecktes Kulturerbe: Start für Kulturplattform Donauraum in Wien

Utl.: Gemeinsames Projekt von Österreich, Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Serbien - "Neue, innovative Kulturrouten" als Ziel =

 

Wien (APA) - Das versteckte Kulturerbe entlang der Donau will ein neues internationales Projekt ins Bewusstsein rücken. Unter der Leitung von Österreich startet am heutigen Donnerstag die Kulturplattform Donauraum, mittels der sich derzeit sechs Länder gemeinsam den verborgenen Schätzen entlang des Flusses widmen wollen. Das in Wien präsentierte Vorhaben wird zu einem Großteil von der EU finanziert.

Konkret sind es 85 Prozent des 1,7 Mio. Euro umfassenden Budgets, wie aus den Presseunterlagen hervorgeht. Neben Österreich beteiligen sich auch Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Serbien an dem Vorhaben, für das man in weiterer Folge "schließlich alle 14 Länder der EU-Donauraumstrategie" gewinnen möchte. Die "Hidden Heritage Hot Spots" sollen durch Kunst sichtbar und erfahrbar gemacht werden, wobei man diese zu "neuen, innovativen Kulturrouten" verbinden und dadurch auch touristisch nutzbar machen möchte.

Begleitend ist auch eine wissenschaftliche Studie geplant, die weiteres Datenmaterial und Informationen zu den Erbestätten liefern soll. Als Ergebnis verspricht man nicht nur klassische Ausstellungen, sondern auch digitale Visualisierungen. Nach dem heutigen Auftakt mit dem Workshop "Discovering Hidden Heritage" ist für das Frühjahr 2018 eine Veranstaltung in Linz geplant, bei der es um die Vermittlung von Geschichte geht. Im Herbst 2018 steht in Regensburg kultureller Austausch im Fokus. Angesetzt ist das Projekt vorerst bis Juni 2019

(S E R V I C E - http://go.apa.at/5DgVEd0E)

 

Organisation der Kick-Off-Veranstaltung

Donnerstag, 20. April 2017 um 10 Uhr
Ringturm Wien, Schottenring 30, 1010 Wien
 
Moderation: Anna Maria Krassnigg
Theaterleiterin, Prof. für Regie am Max Reinhardt Seminar

Doron Rabinovici
Schriftsteller und Historiker

Petra Olschowski
Staatssekretärin, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
 
Stefano Dominioni
Europarat, Direktor Europäisches Institut für Kulturrouten, Luxemburg
 
Martin Sturm
Künstlerischer Leiter, Oberösterreichisches Kulturquartier
 
Boris Čamernik
Generalsekretär, Danube Competence Center, Belgrad, Serbien
 
Elisabeth Pacher
Projektleiterin “Kulturplattform Donauraum”, Bundeskanzleramt Österreich

Im Anschluss an die Projektpräsentation spielen Andrej Prozorov, Saxophon & Vlado Blum, Gitarre>>>