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Mousie Longtail
Elsie Slonim

Mousie Longtail

29. Oktober, 11 Uhr, Theater in der Josefstadt

 

Zeitzeugin Elsie Slonim:

Buch-Premiere zum 100. Geburtstag

 

Die Autorin und Erzählerin Elsie Slonim, eine österreichische Emigrantin jüdischer Herkunft, feiert am 21. November ihren 100. Geburtstag. Im Oktober wird sie in Wien mit der deutschsprachigen Veröffentlichung ihres Buches „Mousie Longtail“ geehrt. Bei der Präsentation lesen Sona McDonald und Mercedes Echerer.

 

Kein Abenteuer ist zu groß, wenn die Phantasie nicht zu klein ist. Und niemand ist zu jung oder zu alt, um was zu erleben. Auch nicht, wenn man nur ein winziger Mäuserich ist. Alles, was man braucht, ist eine ordentliche Portion Herz, Witz und Verstand. „Mousie Longtail“ ist eine Coming-of-Age-Geschichte, ein Abenteuerroman für Jung und Alt und für alle dazwischen.


„Mousie Longtail‘ zeigt auf phantasie- und humorvolle Art, wie man lernen kann, auf seinen eigenen Beinen zu stehen, seine eigene Meinung zu bilden, seine Ängste zu überwinden und Verantwortung zu übernehmen“, sagt Mercedes Echerer über den Abenteuerroman.
 
„Mousie Longtail“, 1979 in New York auf Englisch erschienen, wird zum 100. Geburtstag von Elsie Slonim erstmals ins Deutsche übersetzt und erscheint als zweisprachiger Abenteuerroman (Deutsch/Englisch) bei Die2 in Kooperation mit Welt & Co/Kulturverein einschließlich Audioversionen (für die KäuferInnen des Buches wird sie gratis angeboten).


Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr Theater in der Josefstadt/Sträußelsäle

Die Schauspielerinnen Sona MacDonald und Mercedes Echerer werden die Erlebnisse von Mousie Longtail zum Hören und Klingen bringen. Die Autorin Elsie Slonim nimmt an der Veranstaltung teil. Buchpräsentation von „Mousie Longtail“ erscheint in der Edition Die2/www.die2.at


Biografie Elsie Slonim

Elsie Slonim wurde am 21. November 1917 als Tochter österreichischer Eltern in New York geboren. 1919 übersiedelte die Familie zurück nach Österreich, wo Elsie ihre Jugend in Baden bei Wien verbrachte. Während die Eltern 1926 eine Fabrik in Temesvar (Rumänien) gründeten, blieben Elsie und ihre Schwester Stella in Österreich. Ab 1936 studierte Elsie an der Gewerbeschule für Architektur und Kunstgeschichte in Wien, wo sie 1938 Zeugin des Einmarsches der Deutschen Wehrmacht wurde.

 

Elsie und Stella flohen vor den Nazis zu den Eltern nach Rumänien. Von dort reisten sie – dank ihrer Geburt in den USA auch amerikanische Staatsbürgerinnen – im Jahr 1939 nach New York. Während der Überfahrt auf der „Queen Mary“ lernte Elsie ihren späteren

Ehemann David Slonim kennen. Mit ihm kehrte sie noch im selben Jahr nach Europa zurück, nach Zypern, wo David Slonim seit 1932 Land besaß und bewirtschaftete.

 

Ihre nächsten Stationen waren Tel Aviv (Evakuierung aus Zypern nach der Eroberung Kretas durch die Deutsche Wehrmacht 1941), Zypern (ab 1952) und Paris (ab 1960), wo das Ehepaar eine Plantage für Südfrüchte und Agrarprodukte aufbaute. 1942 und 1948 hatte Elsie Slonim ihre Kinder Reuven und Daphne zur Welt gebracht.

 

1974 wurde Zypern durch die Invasion der türkischen Armee in einen türkischen und einen griechischen Teil getrennt. Das Haus der Familie Slonim liegt seither im militärischen Sperrgebiet des türkisch besetzten Nordteils der Insel - Elsie Slonim wohnt dort bis heute als einzige Zivilperson: „Es ist schön, an einem Ort zu leben, an dem man nicht verfolgt wird.“