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Live via Internet: Zwei Programme mit Sona
Das MuTh im Februar

Live via Internet: Zwei Programme mit Sona MacDonald

Februar 2021

„Das MuTh gibt nicht auf“, sagt Elke Hesse. „Wir ziehen unser Programm so gut wie möglich durch und wollen mit unserem Publikum in Kontakt bleiben.“ Trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hat die MuTh-Direktorin im Februar  gleich zwei Events mit Josefstadt-Star Sona MacDonald angesetzt – erst ein Künstlergespräch, dann ein Live-Konzert. Das Publikum kann an beiden Abenden (10. und 24. Februar) via Internet (www.muth.at) live dabei sein. Im Internet wird am 16. Februar auch der Abend „Bottesini lässt grüßen“ übertragen, bei dem der Klarinetten-Virtuose und Philharmoniker Daniel Ottensamer gemeinsam mit Christoph Traxler (Klavier), Ödön Racz (Kontrabass) und Romana Amerling (Gesang) zu hören ist.

 


„MuTh ¼ Stunde“: Elke Hesse im Gespräch mit Sona McDonald
Mittwoch, 10. Februar, 17.45 Uhr, Live via Internet


Am 10. Februar empfängt Elke Hesse Sona MacDonald zum Gespräch im Rahmen der Reihe „MuTh ¼ Stunde“ im Konzertsaal am Augartenspitz. Hesse: „Die MuTh ¼ Stunde ist eine Möglichkeit, sich online und interaktiv mit dem Publikum auszutauschen, weil Fragen an die KünstlerInnen gestellt werden können.“ Für Gesprächsstoff ist gesorgt. Sona MacDonald: „Dadurch, dass das MuTh den Wiener Sängerknaben, der klassischen Musik und auch modernen Stilrichtungen ein Zuhause bietet, hat es ein sehr wienerisches Flair bekommen. Es ist ein Ort, an dem sich viele Künstler abseits ihrer gewohnten Theater treffen können. Elke Hesse gibt uns allen eine Plattform.“
 

„Virtuosität gefragt: Bottesini lässt grüßen“:
Daniel Ottensamer in the MuTh 


Dienstag, 16. Februar, 20 Uhr, online
 


 Der 1821 verstorbene Giovanni Bottesini gilt als „Paganini des Kontrabasses“. Dementsprechend virtuos sind seine Kompositionen. Ihm widmen Klarinettist Daniel Ottensamer und Pianist Christoph Traxler zum 100. Geburtstag diesen speziellen Musikabend. Eingeladen haben sie dazu die Sopranistin Romana Amerling und den Kontrabassisten Ödön Rácz, wie Ottensamer Mitglied der Wiener Philharmoniker. Die melodiöse Rigoletto-Fantasie von Luigi Bassi gilt als Standardwerk der Klarinettenliteratur und ist anspruchsvoll - genau das Richtige für Daniel Ottensamer! Bassi war übrigens Soloklarinettist an der Scala in Mailand.

„Bottesini läst grüßen“: Gesang: Romana Amerling, Klarinette & Moderation: Daniel Ottensamer, Kontrabass: Ödön Rácz, Klavier Christoph Traxler

 
„Storybook“: Sona MacDonald & The Whizkey Brothers
Mittwoch, 24. Februar, 20 Uhr, online


Gesungen und erzählt: Kammerschauspielerin Sona MacDonald und The Whizkey Brothers überraschen immer wieder mit ausdrucksstarken Neuinterpretationen von Evergreens aus dem Great American Songbook. Diesmal spielt die Combo rund um die Diva, die den Jazz leidenschaftlich liebt, Hits von Carole King, Joni Mitchell und vielen anderen mehr, darunter Titel wie You’ve Got A Friend, Both Sides Now oder Somewhere. Mit Sicherheit wird dazu auch die eine oder andere überraschende Story ausgepackt. Geschichten mit Tiefgang und vor allem: Sound!


Sona MacDonald über die Hintergründe des Programms: „Ich bin ja in den USA aufgewachsen, und in meinen Teenager-Jahren zählten Sängerinnen wie Carole King zu meinen Inspirationen. Ihre Texte zu hören, war für mich wie ein Elixier. Auch Komponisten wie Burt Bacharach – mein Gott, was haben diese Künstler für großartige Texte geschrieben! „Great American Songbook“ ist ein Überbegriff für Lieder, die aus Amerika kommen. Von einem gemeinsamen Stil würde ich jedoch nicht sprechen – alle Sänger, ob Billy Joel oder Billie Holiday, haben ihre persönliche Note. Ich werde in meinem Programm aber auch deutsche Lieder singen, aus dem Repertoire von Kurt Weill oder Lotte Lenya oder Marlene Dietrich.


Auf den Auftritt im MuTh freut sich Sona MacDonald nicht nur aus musikalischen, sondern auch aus architektonischen Gründen: „Das MuTh erinnert mich an einen Konzertsaal des berühmten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright am Florida Southern College in Lakeland. Das kenne ich seit meiner Jugend, weil mein Vater dort unterrichtet hat. Beides sind Säle, die Weite und zugleich Intimität ausstrahlen.“


Ein Wermutstropfen ist natürlich die Tatsache, dass das Konzert wegen der Pandemie ohne Zuschauer im Saal stattfinden muss: „Ein  reales Publikum atmet und fühlt mit dir während der Vorstellung. Das ist das Ideal.“ Aber, so die Künstlerin: „Ein Online-Konzert eröffnet eine andere Form der Kommunikation. Weil ich mit meinen wunderbaren Musikern interagieren kann, weil ich das Publikum an den Geräten auf unser Repertoire aufmerksam machen kann – und darauf, dass wir wiederkommen, sobald wir wieder vor Publikum auftreten können. So eine Gelegenheit muss man nützen!“


Sona MacDonald tritt im MuTh mit ihrer Band, den Whizkey Brothers um Pianist Christian Frank, auf. „Wir haben schon fünf oder sechs Produktionen gemeinsam gemacht, von Wittenbrink-Abenden bis zu den Programmen über Billie Holiday, Lotte Lenya und Marlene Dietrich, die fanden an der Josefstadt statt. Außerdem waren wir gemeinsam auf Tournee. Wir kennen einander also sehr gut und sind ein eingespieltes Team. Der Bandname Whizkey Bothers entstand aufgrund einer Vorliebe der Musiker: Die Burschen trinken gern in der Pause einen Schluck Whisky. Pianist Christian Frank, Saxophonist Herb Berger und ich haben übrigens jetzt während des Lockdowns eine CD aufgenommen. Titel: „And So It Goes“. Bei unserem Konzert werden wir auch Lieder aus dieser CD spielen.“


„Storybook“: Gesang: Sona MacDonald, Klavier & musikalische Leitung: Christian Frank, Reeds: Herb Berger, Kontrabass: Andy Mayerl, Schlagzeug: Klaus Pérez-Salado

 
Muth Lab: „Wiener Musik mit dem Ensemble Bravour Schrammeln“


Dienstag, 23. Februar, bis Freitag, 26. Februar, jeweils 17 Uhr


Wiener Musik konzertant und virtuos ohne die typischen Gassenhauer – geht das? Natürlich. Dank der Weiterentwicklung durch die Brüder Karl und Josef Mikulas. Diese zwei Herren haben es zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstanden, ihre Virtuosität in die Wiener Volksmusik so einzubinden, dass daraus unglaubliche Bravourstückerl entstanden sind.
Josef Mikulas, der virtuoseste Schrammelharmonikaspieler Wiens, war nicht nur Instrumentalist, sondern auch Komponist und Arrangeur. Viele seiner Werke sind mittlerweile zu Unrecht in Vergessenheit geraten: Vielleicht deswegen, weil der Anspruch dieser Arrangements sehr hoch ist.


Mit den Bravour Schrammeln nimmt sich nun ein Quartett der Mikulas-Stücke an, das allein schon durch seine Zusammensetzung bemerkenswert ist. Das Wiener Musiker- und Weinbauern-Ehepaar Monika & Peter Uhler tat sich mit dem Kärntner Musiker-Ehepaar Maria & Helmut Stippich zusammen, um altvertraute Schrammel-Klänge als kammermusikalische Volksmusik aus Wien in die Gegenwart zu heben.


Den Schwerpunkt der fünf Programme bilden die Mikulas-Stücke. Eingedeckt mit Notenmaterial des Wiener Volksliedwerkes sowie mit Transkriptionen von fast verlorenen Aufnahmen, geht das Quartett voller Lust daran, diese Musik der Vergessenheit zu entreißen.


Doch dabei wollen es die beiden Paare nicht belassen. Schließlich ist das MuTh Lab (auch) als Labor der Klänge gedacht. Also werden neue Kompositionen und Arrangements vor laufender Kamera eigens für die Auftritte hergestellt. Somit vereinen sich im Konzertsaal Vergangenheit und Zukunft – mitten in Wien. Als Schmelztiegel für eine alte und zugleich neue Art und Weise, die Wiener Musik zu beseelen. Mit einem opulenten Klang, zu dem außer zwei Violinen auch Kontragitarre, Schrammelharmonika, Akkordeon und Klavier sowie zwei Stimmen gehören, welche auch die Freude des Dudelns in all ihren allen Facetten darbringen.

https://www.stippichs.com/post/stippich-uhler-bravour-schrammel

 

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