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Endlich wiederr live
Das MuTh im Mai

Endlich wieder live!

Mai 2021

 

Das Muth im Mai: Endlich wieder live!

„Meine Freude ist grenzenlos – endlich können wir unser Publikum wieder begrüßen.“ Elke Hesse, die Direktorin des Wiener MuTh blickt voll Optimismus den Konzerten der kommenden Wochen entgegen. Nach dem Ende der Pandemie-Sperre finden die MuTh-Programme im Konzertsaal am Augartenspitz ab 19. Mai wieder mit Zuschauern statt. Bis zum 1. Juni stehen gleich sieben Veranstaltungen auf dem Programm – mit Klängen zwischen Klassik und Jazz, Ethno und Techno. Eine Besonderheit ist das Promenadenkonzert am 23. Mai, das bei Schönwetter unter freiem Himmel gespielt wird. Der Ticketverkauf beginnt ab sofort an der Tageskassa (Mo – Fr 16 – 18.30 Uhr), an der Ticket-Hotline (01) 347 80 80 (Mo – Fr 10 – 18.30 Uhr) oder im Online-Ticketshop (www.muth.at). Bei allen Konzerten gilt: Zugang nur getestet, geimpft oder genesen – auch in der Gastronomie.


Mittwoch, 19. Mai, 2021, 19.30 Uhr

„Klangräume #3: Symphonische Meisterwerke im Klaviertrio-Gewand“ –  TrioVanBeethoven

Das MuTh beginnt die neue, späte Live-Saison mit einem Konzert des Wiener TrioVanBeethoven, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Die SolistInnen Clemens Zeilinger (Klavier), Verena Stourzh (Violine) und Franz Ortner (Violoncello) haben sich mit ihrer Trio-Formation längst international einen guten Namen gemacht – etwa mit der Einspielung sämtlicher Klaviertrios Ludwig van Beethovens auf vier CDs für das Gramola-Label (2017). In ihrem aktuellen Programm grüßt der Namenspatron des TrioVanBeethoven allerdings nur aus der Ferne. Die Musiker haben Werke von Haydn, Ravel und Schubert einstudiert. Ihr Kommentar: „Haydn bietet sich als musikalischer Kompass an, weil er, was das Klaviertrio angeht, eine Fülle an Ideen hervorgebracht hat! Von diesem sicheren Hafen ausgehend, ist es ein Leichtes, die Gewässer und Klangräume des Impressionismus und Neoklassizismus eines Maurice Ravel und des Solitärs Schubert zu erkunden. Bei den Kompositionen der beiden handelt es sich um Meisterwerke symphonischen Ausmaßes.“

Programm: Joseph Haydn: Klaviertrio in G-Dur, Hob. XV:25 (all`Ongarese)
Maurice Ravel: Klaviertrio in a-Moll (1914), Franz Schubert: Klaviertrio in B-Dur, Opus 99 (DV 898)
Besetzung: Klavier: Clemens Zeilinger. Violine: Verena Stourzh. Violoncello: Franz Ortner


Samstag, 22. Mai 2021, 19.30 Uhr
„Im Zentrum die Klarinette: Meisterstücke für Klarinette & Fagott“ – Daniel Ottensamer mit Sophie Dervaux und Christoph Traxler


Daniel Ottensamer, Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, gehört zu den Stammgästen und Publikumslieblingen im MuTh. Für sein neues Programm hat der vielseitige Musiker, der auch gern einmal Ausflüge zu Jazz, Pop oder Klezmer unternimmt, „Meisterstücke für Klarinette und Fagott“ ausgewählt – denn der Zusammenklang dieser Instrumente habe seinen ganz eigenen Reiz, findet er.  Der Abend beginnt mit Werken von Ludwig van Beethoven und Francis Poulenc. Ottensamer erforscht die Stücke gemeinsam mit seiner Kollegin Sophie Dervaux. Die französische Musikerin ist Solofagottistin der Wiener Philharmoniker und hat einmal Gitarre und Klarinette gespielt. Mit Christoph Traxler am Klavier spielen die beiden sodann das „Trio pathétique“ von Michail Glinka. Der „Vater der russischen Musik“, wie Glinka gerne genannt wird, hat sich die Inspiration zu dieser kompakten viersätzigen Komposition bei Opernbesuchen in der Mailänder Scala geholt.

Programm: Ludwig van Beethoven: Drei Duos für Klarinette und Fagott WoO 27, Francis Poulenc: Sonata für Klarinette und Fagott, Michail Glinka: Trio pathétique für Klarinette, Fagott und Klavier

Besetzung: Klarinette & Moderation: Daniel Ottensamer. Fagott: Sophie Dervaux. Klavier: Christoph Traxler

Sonntag, 23. Mai, 15 Uhr, Live & Online & Kopfhörer

Promenadenkonzert: „Das Buch der Klänge Vol. III Intuition“ – Ulrich Drechsler feat. Aze

Für „Das Buch der Klänge“ lädt der preisgekrönte Komponist und Produzent, Klarinettist und Saxophonist Ulrich Drechsler illustre Gäste aus dem Indie-, Pop- und Elektronikbereich ein, um in spontanen Konzerten imaginäre Soundtracks zu einzelnen Klängen zu erschaffen. Kleine, intime Abenteuerreisen in das Herz der Musik.
Die dritte Ausgabe der Klangerforschung im Rahmen von Drechslers „Buch der Klänge“ kann nun nach dem Ende der Corona-Sperre erstmals vor Live-Publikum stattfinden. Das Programm ist aber auch online oder bei einem Spaziergang im Augarten zu erleben. Für letztere Version kann man sich einen von 200 Funk-Kopfhörern im MuTh ausborgen. Bei diesem Konzert bleiben übrigens die Flügeltüren des Saals zur Bühne geöffnet – die Musiker spielen auf der Seitenbühne. Sitze für 50 Besucher werden im Garten aufgestellt (Eintritt gegen freie Spende).
Als Gäste hat Ulrich Drechsler diesmal das Duo Aze eingeladen. Ezgi Atas & Beyza Demirkalp sind zwei starke Musikerinnen-Persönlichkeiten mit türkisch/kurdischem Migrationshintergrund in zweiter Generation, die seit zehn Jahren gemeinsam Musik machen.  Ihr Stil oszilliert zwischen RnB, Hip-Hop, Elementen aus der orientalischen Musik, Jazz und Pop.

Besetzung: Aze (Vocals, Gitarre: Ezgi Atas. Gitarre, Keys, Vocals: Beyza Demirkalp). Klarinetten, Saxophon: Ulrich Drechsler

Mittwoch, 26. Mai 2021, 19.30 Uhr
„Schee muass´ sein!“ Friedrich Gulda: ein multimediales Porträt – CrossNova Ensemble


 „Spiele jeden Ton so, als ob es um dein Leben ginge“, schrieb Friedrich Gulda 1954 in sein Notizbuch und sollte dieser Maxime zeitlebens treu bleiben.
Der Wiener war fraglos einer der größten Musiker des 20. Jahrhunderts. 1930 geboren, wurde er schon jung als großer Virtuose vom internationalen Klassik-Betrieb gefeiert. Seine Einspielungen von Bach, Beethoven und Mozart setzen bis heute Maßstäbe. Doch es wurde ihm schnell zu eng. Lustvoll sprengte er mit Jazz, freier Improvisation, sogar Techno alle Grenzen – und wurde dafür angefeindet, belächelt und geliebt.
Die MusikerInnen des Linzer Kammermusik-Ensembles CrossNova erinnern in einem multimedialen Porträt in Worten, Bildern und Klängen an diese schillernde und singuläre Künstlerpersönlichkeit. Es erklingt ein Querschnitt aus Guldas musikalischem Schaffen: Frühe Kompositionen aus der Studienzeit, Jazz, die legendären Golowin-Lieder und Ausschnitte aus dem Cellokonzert. Via Toneinspielungen kommen dazu auch unterschiedlichste Wegbegleiter wie Hans Landesmann, Karl Löbl, Heinrich Schiff oder Otto Schenk zu Wort.

Besetzung: Rezitation: Dominik Maringer. Gesang, Flöte: Heidemaria Oberthür. Gesang, Klarinette: Hubert Kerschbaumer. Violine: Sabine Nova. Violoncello: Florian Eggner. Klavier, Percussion: Rainer Nova


Freitag, 28. Mai 2021, 19.30 Uhr
„The Brahms Song Book: Jazzige Neudeutung von Kunstlied-Klassikern Teil 3“ – mathias rüegg & Lia Pale

Dienstag, 1. Juni 2021, 19.30 Uhr
„The Schumann Song Book. Jazzige Neudeutung von Kunstlied-Klassikern Teil 4“ – mathias rüegg & Lia Pale

Der Schweizer Pianist, Komponist und Bandleader mathias rüegg lebt seit den 1970er Jahren in Wien – und er hat in diesen Jahrzehnten die Jazz-Szene seiner Wahlheimat geprägt wie kaum ein anderer Musiker. Sein Vienna Art Orchestra (1977 – 2000) zählte zu den führenden Bigbands der Welt. In den letzten Jahren hat rüegg in der oberösterreichischen Vokalistin Lia Pale eine kongeniale Bühnenpartnerin gefunden. Mit ihren Brückenschlägen zwischen Jazz und Klassik geben die beiden dem Begriff Crossover eine völlig neue, verblüffende und fein swingende Bedeutung. Zwei dieser Programme sind nun im MuTh zu hören.  

„The Brahms Song Book“: Für die Zusammenstellung des „Brahms Song Book“ haben Lia Pale und mathias rüegg eine sehr persönliche Lied-Auswahl getroffen, darunter auch einige Brahms-Bearbeitungen deutscher Volkslieder. So sind es schließlich 15 Miniaturen zum vielfältigen Entdecken geworden, „mit einer unaufdringlichen Klangfülle, mit viel Gefühl und mit keiner einzigen Note Kitsch“ (Jazzthing). Ehe mit Eichendorffs „Mondnacht“ ein für Brahms sehr respektvoller Schlussakkord gesetzt wird, erklingen romantische Songs wie „Liebestreu“, „Der Tod, das ist die kühle Nacht“ und „Du mein einziges Licht“ – mit Bassflöte!

„The Schumann Song Book“: Aus mehr als 300 Schumann-Liedern haben Lia Pale und mathias rüegg einen eigenen Liederzyklus zusammengestellt. Bekanntere Lieder wie „Mondnacht“, „Erstes Grün“ oder „Ich grolle nicht“ finden sich darin ebenso wie „Es stürmet am Abendhimmel“, „Herbstlied“ oder „O Freund, mein Schirm, mein Schutz“, die eher unbekannt sind. Insgesamt sind es 16 Nummern, die dank neuer Rhythmisierung, Phrasierung und Harmonisierung wie einwandfreie Jazz Standards klingen.

Besetzung: Gesang und Flöte: Lia Pale. Trompete: Mario Rom („The Brahms Songbook“). Violine: Stanu Palúch („The Schumann Song Book“).  Percussion: Ingrid Oberkanins. Kontrabass: Hans Strasser. Klavier und Arrangement: mathias rüegg

Montag, 31. Mai 2021, 19.30 Uhr
„Passion und Mut(h): Im Zentrum die Klarinette“ – Matthias Schorn & Christoph Gigler

Matthias Schorn (Klarinette) und Christoph Gigler (Tuba), Solobläser der Wiener Philharmoniker, bringen gemeinsam mit Studierenden der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) eine zeitgenössische „Passion für Tuba, Klarinette und Streichquartett“ auf die Bühne. Komponiert hat sie der Südtiroler Jazzmusiker Gerd Hermann Ortler. Die Kunst-Projektionen, die zu seiner Musik gezeigt werden, stammen von Gottfried Helnwein. Nach Ortlers „Passion“ wollen sich Schorn & Gigler im Duo als „Glücksspieler“ versuchen. Dabei spielen sie mit einer gesalzenen Prise Humor und viel Mut genau das, was ihnen am allerbesten gefällt: Musik für alle Ohren!

Programm: Werke von Gerd Hermann Ortler, Daniel Schnyder, Werner Pirchner und Georg Breinschmid
Besetzung: Tuba: Christoph Gigler. Klarinette: Matthias Schorn. Lehrende und Studierende der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Kunst-Projektionen: Gottfried Helnwein