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Ein prächtiges Bukett der Klänge!
Das MuTh im Juni

Ein prächtiges Bukett der Klänge!

2021

Nach den langen Monaten der Corona-bedingten Zwangspause haben die meisten Musikfreunde tiefe Sehnsucht nach einer Wiederbegegnung mit großen Künstlern. Das Wiener MuTh lädt im Juni mit einem prächtigen Bukett der Klänge zum Besuch im Konzertsaal am Wiener Augartenspitz. Wie stets steht die klassische Musik im Mittelpunkt des Programms – doch genauso wichtig ist der Brückenschlag zu anderen  Genres von Jazz und Weltmusik bis zu Ethno und Pop. Der Kartenverkauf läuft an der Tageskassa (Mo – Fr 16 – 18.30 Uhr), an der Ticket-Hotline (01) 347 80 80 (Mo – Fr 10 – 18.30 Uhr) oder im Online-Ticketshop (www.muth.at). Bei allen Konzerten gilt: Zugang nur getestet, geimpft oder genesen – auch in der Gastronomie.


Dienstag, 1. Juni 2021, 19.30 Uhr
„The Schumann Song Book. Jazzige Neudeutung von Kunstlied-Klassikern Teil 4“ – mathias rüegg & Lia Pale


„The Schumann Song Book“: Aus mehr als 300 Schumann-Liedern haben die Vokalistin Lia Pale und mathias rüegg, der Gründer und langjährige Leiter des Vienna Art Orchestra,  einen eigenen Liederzyklus zusammengestellt. Bekanntere Lieder wie „Mondnacht“, „Erstes Grün“ oder „Ich grolle nicht“ finden sich darin ebenso wie „Es stürmet am Abendhimmel“, „Herbstlied“ oder „O Freund, mein Schirm, mein Schutz“, die eher unbekannt sind. Insgesamt sind es 16 Nummern, die dank neuer Rhythmisierung, Phrasierung und Harmonisierung wie einwandfreie Jazz Standards klingen.

Besetzung: Gesang und Flöte: Lia Pale. Violine: Stanu Palúch. Percussion: Ingrid Oberkanins. Kontrabass: Hans Strasser. Klavier und Arrangement: mathias rüegg


Mittwoch, 2. Juni 2021, 19.30 Uhr
„The Millennials Mass“ – Christoph Zimper 
Uraufführung und CD-Release


Der Klarinettist und Komponist Christoph Zimper ortet in unseren bewegten Zeiten speziell bei der jungen Generation eine tiefe Sehnsucht nach spirituellem Halt. Um diesem Gefühl Ausdruck zu verleihen, schrieb er „The Millennials Mass“. Es ist ein genreübergreifendes Werk für zehn MusikerInnen in der Form einer lateinischen Messe – ohne religiös sein zu wollen. Die Vision hinter der Kmposition ist es, die offensichtlich unüberwindbare Kluft zwischen der Institution Kirche und jungen Menschen zu verkleinern, und sich auf das zu besinnen, was beide Seiten miteinander verbindet: Die Frage nach dem Sein. Als zweite Komposition gelangt Zimpers Quartett „I don’t like baby elephants“ durch Kirill Kobantschenkos Plattform K+K Vienna zur Uraufführung. Mit dem Quintett „The Pilgrimage“ und dem „Quartett zur Wende der Zeit“ stehen weitere Kammermusik-Werke Zimpers auf dem Programm. „The Millennials Mass“ erscheint zusammen mit dem „Quartett zur Wende der Zeit“ und „The Pilgrimage“ beim Label Col-Legno jetzt als Album, das an diesem Abend präsentiert wird.

Besetzung: Klarinette, Vocals: Christoph Zimper. Violine: Kirill Kobantschenko, Natalja Isakovic, Oliver Pastor. Viola: Nora Romanoff-Schwarzberg. Violoncello. Marie Spaemann, Florian Eggner. Kontrabass: Lukas Ströcker. Klavier: Sabina Hasanova. Vocals: Romana Amerling, Bryan Benner
 

Samstag, 5. Juni 2021, 19.30 Uhr
„I <3 Pop.

Eine Liebeserklärung“ – New Piano Trio feat. Florian Willeitner

Dienstag, 8. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Fifty Shades of Amade“ – Florian Willeitner String Experience


Zwei Abende mit dem Violinisten und Komponisten Florian Willeitner, an denen der Musiker aus Passau das ganze Spektrum seines Talents zeigen kann. Bei „I<3 Pop“ geht es, wie der Titel verrät, um Popmusik. Willeitner: „,I <3 Pop‘ ist eine Liebeserklärung an das Wesen der Pop-Bewegung. Aus scheinbar schlichter Musik werden starke künstlerische Aussagen, poetische Bilder, berührende Emotionen.“ Das Programm „Fifty Shades of Amade“ wiederum hat Mozart zum Thema, wobei die Anregung dazu von Megastar Rolando Villazon kam: Er lud Willeitner zur Salzburger Mozartwoche 2019 ein, um ihn zu ermutigen, einen neuen Blick auf Mozart zu wagen. So sind kraftvolle Musikstücke entstanden, die Mozarts schelmenhaften Witz atmen. Florian Willeitner, Benedict Mitterbauer und Ivan Turkalj präsentieren im MuTh Mozarts „Divertimento in Es-Dur“ und stellen dieser Komposition neu komponierte Musikstücke gegenüber. Notation trifft auf Improvisation, klassische Spielkultur auf erdigen Groove, Tradiertes auf Zeitgenössisches.

Besetzung:
New Piano Trio: Violine & Komposition: Florian Willeitner. Violoncello: Ivan Turkalj. Klavier & Komposition: Alexander Wienand
Florian Willeitner String Experience: Violine & Komposition: Florian Willeitner. Violoncello: Ivan Turkalj. Viola: Benedict Mitterbauer

 

Sonntag, 6. Juni, 15 Uhr
 Promenadenkonzert:

„Das Buch der Klänge Vol. IV: Nebel“ – Ulrich Drechsler feat. Atteneder

Ulrich Drechsler taucht gemeinsam mit Maximilian Atteneder („Catastrophe & Cure“) in den musikalischen Nebel. Atteneder, Jahrgang 1992, studiert nach seiner Ausbildung zum Schlagzeuger für Jazz- und Popularmusik derzeit an der Wiener Akademie der bildenden Künste im Fachbereich Zeichnung. Als herausragender Protagonist zwischen Elektronik, Jazz und bildender Kunst mit einem gesunden Hang zum Chaos ist er der perfekte Begleiter, um mit Ulrich Drechsler das nächste Kapitel im „Buch der Klänge“ aufzuschlagen.

Besetzung: Keyboards, Synthesizer, Schlagzeug: Maximilian Atteneder. Klarinetten, Saxophon: Ulrich Drechsler



Montag, 7. Juni 2021, 19.30 Uhr
„G’schichtn aus der Leopoldstadt: Ein Musik-Spaziergang“ – Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz


Autor, Moderator und Volksopern-Chefdramaturg: Christoph Wagner-Trenkwitz zählt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten in Österreichs Kulturszene. Im MuTh lädt er nun Seite an Seite mit Adrian Eröd (Bariton), Christian Altenburger (Violine) und Andrea Linsbauer (Klavier) zu einem Musik-Spaziergang durch den Zweiten Bezirk von Wien, wobei man davon ausgehen kann, dass diese „G’schichtn aus der Leopoldstadt“ nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch höchst unterhaltsam sein werden. Zu hören sind Werke von Johann Strauß Vater und Sohn sowie Mozart, Beethoven, Schubert, Schönberg, Zeisl, Müller, Jurmann und Kreisler.
 
Besetzung: Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz. Bariton: Adrian Eröd. Violine: Christian Altenburger (Violine). Klavier: Andrea Linsbauer


Samstag, 12. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Nur nicht aus Liebe weinen: Minnesang und Drang“ – Timna Brauer und das Vienna Tango Quintet


Poetische Klangreise mit Herz und Scherz: Nach vielen Streifzügen durch fremde und vertraute Kulturen verschreibt sich Timna Brauer in ihrem aktuellen Programm ganz der Bardenkunst. Die Tochter von Arik Brauer, seit vielen Jahren ein Fixstern in der österreichischen und internationalen Musikszene, erfindet wildeste Liebesgeschichten und vertont sie mit Leidenschaft. Dazu gesellen sich so manches Werk von Kurt Weill, Georg Kreisler und Bela Koreny sowie glühende Schmachtfetzen von Zarah Leander. Den musikalischen Bogen spannen die virtuos raffinierten Arrangements der Lieder. Sie entstammen der Feder von Ronen Nissan, der auch das begleitende Vienna Tango Quintet leitet.


Besetzung: Gesang: Timna Brauer. Gitarre und Arrangements: Ronen Nissan. Bandoneon: Milos Avramovic. Violine: Serkan Grükan, Kontrabass: Angelica Martinez. Klavier: Andres Anazco


Montag, 14. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Klaviervirtuosen: Duos für vier Hände“ – Jimmy Chiang & Maria Radutu

 
Zwei exemplarische Klavierkonzerte treffen aufeinander  - Ludwig van Beethoven reibt sich an Alfred Schnittke. Ungewöhnlich dazu die Besetzung, gespielt auf zwei Klavieren: Von Jimmy Chiang und Maria Radutu. Beethoven steht mit seinem dritten Klavierkonzert, in c-Moll, an der Schwelle zu seiner heroischen Phase. Er arbeitete mehrere Jahre daran, mit Mozart, und vor allem dessen c-Moll-Konzert KV 491 im Augenwinkel. 1803 spielte er es selbst als Solist im Theater an der Wien erstmals öffentlich.
Alfred Schnittke war erst 26 als er sein erstes Klavierkonzert 1960, in der Zeit kurz nach seiner Ausbildung und ein Jahr vor seiner Lehrtätigkeit am Moskauer Konservatorium komponierte. Auch dieses Werk ist großen Vorbildern verpflichtet: Schostakowitsch und Prokofjew.

Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37
Besetzung: Jimmy Chiang, Solist, und Maria Radutu, Begleitung am zweite Flügel

Alfred Schnittke, Klavierkonzert Nr. 1 (1960)
Betzung: Maria Radutu, Solistin, und Jimmy Chiang, Begleitung am zweite Flügel
 

Dienstag, 15. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Streichquintette!“ – Franz Bartolomey und musikalische Weggefährten spielen Mozart und Dvorák


Franz Bartolomey, Erster Solo-Cellist der Wiener Philharmoniker, hat für seinen Kammermusik-Abend im MuTh zwei Meisterwerke ausgewählt: Das Streichquintett in g-Moll, KV 516 von Wolfgang Amadeus Mozart und das Streichquintett in Es-Dur op. 97 von Antonín Dvorák. Mozart komponierte insgesamt sieben Streichquintette, wobei er jeweils die Viola verdoppelte, was dem „moll“-Charakter des Werkes eine ganz besondere Klangfarbe verleiht: Musik von tiefer Trauer und Verzweiflungsausbrüchen. Das Werk wirkt wie eine Meditation über den Tod, ein Thema, das Mozart seit 1787 zunehmend verfolgte.
Mit Dvoráks Streichquintett in Es-Dur geht es in der Tradition von Johannes Brahms in die Neue Welt. Allerhand Reminiszenzen an die berühmte Neunte Symphonie, auch bedingt durch den regen Gebrauch der Pentatonik, sind beabsichtigt. Die Klangsprache des tschechischen Komponisten ist urromantisch.

Besetzung: Violine: Christoph Koncz, Ben Morrison. Viola: Elmar Landerer, Lily Francis. Violoncello: Franz Bartolomey


Donnerstag, 17. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Schubert-Lieder: Alt trifft Neu“ – The Erlkings


Der „Erlkönig“ und das „Heidenröslein“ zählen zur Krone der Liedschöpfung von Franz Schubert. Das wollen der vielfach ausgezeichnete Bariton Johannes Held und der Pianist Daniel Beskow mit ihrem Ensemble The Erlkings eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sie demonstrieren, dass die Lieder Schuberts ihre wahre Pracht auch dann entfalten, wenn sie in englischer Sprache und im Stil einer Popband in der Besetzung Gitarre, Violoncello, Tuba und Schlagzeug vorgetragen werden. Eine wortwörtliche Gegenüberstellung auf der Bühne des MuTh: Lieder von Franz Schubert im Original und im Erlkings-Style.

Besetzung: Gitarre und Gesang: Bryan Benner. Violoncello: Ivan Turkalj. Tuba: Simon Teurezbacher. Perkussion und Vibraphon: Thomas Toppler. Bariton: Johannes Held. Klavier: Daniel Beskow


Freitag, 25. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Im Zentrum die Geige 2: Klavierquintette von Schubert und Vaughan Williams“ – 
Johannes Fleischmann & Friends


Während Franz Schuberts „Forellenquintett“ zu den beliebtesten Werken in der klassischen Konzertwelt zählt, ist das meisterliche Quintett in c-moll des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams für viele Musikfreunde eine spannende Erstbegegnung. Die erst Ende der 1990er-Jahre veröffentlichte Komposition gehört sicher zu den interessantesten Wiederentdeckungen der jüngeren Musikgeschichte. Eine spannende Gegenüberstellung mit Violinist Johannes Fleischmann & Friends.

Besetzung: Violine: Johannes Fleischmann. Viola: Gerhard Marschner. Violoncello: Ella van Poucke. Kontrabass: Werner Fleischmann. Klavier: Audrey Saint-Gil

 

 


Sonntag, 27. Juni 2021, 15 Uhr
 Promenadenkonzert:

„Das Buch der Klänge Vol. V: Demut“ – Ulrich Drechsler feat. Hans Wagner

„In der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit“, sagt der Duden etwas umständlich über die Demut. Ulrich Drechsler versucht die Demut für sein „Buch der Klänge“ musikalisch zu vermessen. Er hat als Partner Hans Wagner eingeladen – Multi-Instrumentalist, Theatermusiker, Tonmeister, Sänger und Mastermind der Band Neuschnee. Im Duo mit Wagner, diesem Grenzgänger zwischen Indie- & Chanson-Punk und kammermusikalischem Pop/Rock, schwärmt Ulrich Drechsler aus, um gemeinsame Einsichten über die Demut Klang werden zu lassen.



Besetzung: Keyboards, Synthesizer, Gitarren, Stimme: Hans Wagner. Klarinetten, Saxophon: Ulrich Drechsler




Sonntag, 27. Juni 2021, 19.30 Uhr
„Auryn Quartett: The Ultimate Concert“ – Abschiedskonzert nach 40 gemeinsamen Jahren


Abschiedskonzert eines renommierten Ensembles aus Deutschland: Nach 40 gemeinsamen Jahren auf den internationalen Konzertpodien schließen die Musiker des Auryn Quartetts dieses Kapitel im Sommer 2021. Im MuTh verbeugen sie sich noch einmal vor ihrem Publikum – mit Werken aus der Quartett-Literatur, die ihnen besonders viel Freude bereiten.
Das Auryn ist ein magisches Amulett, das Michael Ende für seinen Roman „Die unendliche Geschichte“ erfunden hat. Matthias Lingenfelder, Jens Oppermann, Steward Eaton und Andreas Arndt erblickten darin 1981, als sie sich zu einem Streichquartett zusammenschlossen, einen willkommenen Namensgeber. Dank des jahrzehntelangen Marsches durch die internationalen Konzertsäle, die Kuratorentätigkeit oder die Gesamteinspielung der Streichquartette von Haydn, Mozart, Beethoven und Brahms haben sich die Mitglieder des Auryn Quartetts eine unerhörte musikalische Tiefe erarbeitet, aus der sie jetzt nach Herzenslust schöpfen und aufspielen können.


Besetzung: Violine: Matthias Lingenfelder, Jens Oppermann. Viola: Stewart Eaton. Violoncello: Andreas Arndt

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