Architektur: Tirolerin Monika Gogl gewinnt begehrten „Ahead Europe Award“. Ein moderner Tempel für die Zeit von heute

Wenn die Tiroler Architektin Monika Gogl nach Inspiration für ihre markanten Entwürfe sucht, dann begibt sie sich gern in die Natur. Oder sie lässt sehr spezielle Bauten auf sich wirken: Kirchen, Tempel und andere Andachtsräume. Mit diesem spirituellen Zugang zur Baukunst hat die Tirolerin in Berlin ein spektakuläres Projekt realisiert, das ihr in London einen begehrten internationalen Preis eintrug. Für den Ritualraum im Berliner Kultur-Treff Flussbad-Campus wurde Monika Gogl mit dem „Ahead Europe Award“ in der Kategorie „New Concept“ ausgezeichnet.

Im Zentrum von Monika Gogls Berliner Entwurf steht das sogenannte Reethaus, dessen Name schon auf eine ungewöhnliche Bauweise hindeutet. Das Gebäude, das von außen an eine knapp vor der Spitze gekappte Pyramide erinnert, wurde mit einem Reetdach gedeckt. Also mit Schilf. Dieses traditionsreiche Material, das einst dem sesshaft werdenden Menschen das erste Dach über dem Kopf bescherte, wird heute nur noch selten verwendet. Monika Gogl schien das Schilf aber ein idealer Werkstoff zu sein, strebt sie in ihrer Arbeit doch nach der „Verbindung von Natur und Raum.“

Die Architektin: „Das Reethaus-Dach ist etwas ganz Besonderes, weil es von einem Berliner Handwerker hergestellt wird, der der letzte in der Stadt ist, der diese Technik beherrscht. Das Design und die Form erforderten viele gemeinsame Überlegungen.“

Von außen strahlt das Reethaus viel Ruhe, Gediegenheit und Geborgenheit aus. So richtig spannend wird es im Inneren, im preisgekrönten Ritualraum, der im Regelbetrieb des Flussbad-Campus (direkt an der Spree) vor allem für Musikprogramme und Performances genutzt wird. Architektin Gogl nennt den Ritualraum einen „modernen Tempel. Das ist ein Raum, in dem man spirituelle Vermittlung findet. Ich verwende in meinen Projekten immer die gleichen wesentlichen Materialien. Ich nenne sie reine Materialien, weil sie natürlich sind. Beton, Holz, Stein, Licht, Klang. Es geht um die Gestaltung und den Umgang mit diesen Materialien. Es geht darum, einen leeren Raum zu schaffen. Es geht um die Beleuchtung.“

Monika Gogl schloss schon von klein auf Bekanntschaft mit den Prinzipien und Impressionen, die bis heute ihrer Architektur zugrunde liegen. Geboren 1969 in St. Johann in Tirol, „bin ich die ersten fünf Jahre meines Lebens auf einem Bauernhof in den Bergen inmitten der unberührten Natur aufgewachsen. Schon als Kind habe ich gerne gezeichnet und mir große architektonische Räume vorgestellt. Als ich acht Jahre alt war, besuchte ich meine Großmutter in einem Bergbad in Bad Gastein. Ich war tief beeindruckt von der Anlage und dem von Gerhard Garstenauer entworfenen Felsenbad.“ Dort spürte sie zum ersten Mal die volle Intensität der oben bereits zitierten „Verbindung von Natur und Raum“.

Nach dem Abschluss des Architektur-Studiums in Innsbruck (TU) und London (Bartlett School of Architecture) ging es mit der Laufbahn Monika Gogls rasch voran. Schon 2001 gründete sie das Büro Gogl Architekten, das „seit vielen Jahren individuelle und unverwechselbare Projekte in den Bereichen Architektur und Interior Design generiert. In
Zusammenarbeit mit der Designerin Isabel Hamm und Akzente Licht werden für nahezu alle Projekte exklusive Leuchten und Lichtsysteme entwickelt.“

Der spirituelle Hintergrund der Architektin rückt dabei meist nur dezent in den Vordergrund: Der Werkkatalog von Gogl Architekten umfasst neben Häusern (Living) auch Bau-Genres wie Handel (Retail), Gewerbe & Industrie (Trades & Business) sowie Bars & Hotels (Hospitality).

Mit einer Arbeit aus letzterer Gruppe errang Monika Gogl bereits 2008 erstmals die volle Aufmerksamkeit und Anerkennung der Fachwelt. Für den Umbau des Hotels „Schwarzer Adler“ in Kitzbühel erhielt sie den Staatspreis für Architektur und eine Nominierung für den Mies-van-der-Rohe-Preis. Schon damals war die persönliche Handschrift der Baukünstlerin unübersehbar. Die Juroren lobten eine „zeitgemäße Adaptierung des Bestands, ohne in eine falsch verstandene Heimatidylle zu verfallen‘.

www.gogl-architekten.at

www.flussbad.com/campus/#reethaus

Ausführende Firmen:

Arbeitsschutz-Service-Brandschutz Jürgen Richter, barth Innenausbau KG / s.a.s., Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Elektro Lehmann, Eder Holzbau GmbH, Klumaier XTanner GmbH, Kolak Flachdach GmbH, Lindner Group KG, Lumenar Leuchten Manufaktur GmbH, Metalltechik Gschaider, MF Luft GmbH, mf Mercedöl GmbH, OMNIS Bau gmbH, PRO Tief- und Wasserbau GmbH & Co.KG, Raumdesign Silvio Grill, RESCON Resistant Concrete GmbH, Strübling Elektrotechnik GmbH & Co.KG, Weichert Reetbedachungen & Ökobau GmbH

Optical Art und Lichtkunst: Aus Österreich in die Welt. Der Zauber der Glaskunst von Peter Kuchler

Weigelsdorf in Niederösterreich, 40 Kilometer südöstlich von Wien: Hier würde niemand eine Hochburg der Kunst vermuten. Doch ein junger Kreativer, der international Furore macht, hat das 2.700-Einwohner-Städtchen auf der Weltkarte der Künste etabliert. Peter Kuchler III formt dort in der familieneigenen Werkstatt Objekte aus flüssigem Glas, die nicht nur in der Kunstszene Schwärmerei und Staunen auslösen. Das „Forbes-Magazin“ ernannte Kuchler zum „spannendsten Künstler in Deutschland, Österreich und der Schweiz“. Aus allen Himmelsrichtungen reisen Sammler und Kunstfreunde an, um einen Blick in die Werkstatt zu erhaschen. Und um im angeschlossenen Glasmuseum samt Skulpturengarten (Adresse: 2483 Weigelsdorf, Pottendorfer Straße 24 – 28) die Kuchler-Objekte genauer in Augenschein zu nehmen.

Jetzt in der Vorweihnachtszeit ist der Zustrom besonders groß. Denn der Wert der Exponate auch als kostbares Geschenk wurde längst erkannt. Kuchler: „Da ich im absoluten Unikat-Bereich arbeite, sind meine Kunstwerke oft verkauft, bevor sie es überhaupt ins Internet schaffen. Meine Kunst ist gedacht zum Leuchten und fällt in die Sparte Optical Art, Abstrakte Kunst und Lichtkunst.“

„Ich wurde 1991 in eine Glasdynastie geboren – deswegen auch Peter Kuchler III.“ – so stellt sich der Niederösterreicher selbst vor. „Mir wurde es sozusagen in die Wiege gelegt, mit Glas zu arbeiten. Ich entschied mich für die brachialste Art – das flüssige Glas.“

Von Anfang an stand es für Kuchler fest, die Grenzen seines Handwerks in Richtung der Kunst hinter sich zu lassen. „Da es in Österreich kaum hochwertige Möglichkeiten gab, sich als Glasmacher auszubilden, lernte ich von den besten Meistern in Schweden, Amerika und Italien. Es gab jedoch ein Problem: Egal in welchem Land – jeder lehrte mich die gleichen Techniken, die es seit Tausenden Jahren gibt, um Glas einzufärben. Ziemlich begrenzt in der
Kreativität und mit einer Handvoll Techniken kam ich nach Österreich zurück. Mit dem Wissen, Kunst zu kreieren, die jeder bessere Glasbläser kopieren kann. Deswegen tüftelte ich acht Jahre lang und entwarf meine eigene Technik: präzise, dreidimensionale und detailreiche Muster, angesichts derer sich jeder Glasbläser in Murano fragt, wie zum Teufel macht er das bloß?“

In der Fachwelt ist man ob dieser Herangehensweise des Lobes voll. Das Magazin „Reflection of Optical Art“ schreibt: „Kuchler erweckt mit seinem Schema von Mustern und Farben den Eindruck einer ununterbrochenen Bewegung, fein und konstant, jedoch nicht aggressiv, sondern angehaucht an eine natürliche Bewegung aus der Natur. Als Inspirationen dienen oft gesammelte Eindrücke und Erinnerungen – einer gebrochenen Welle des Ozeans, einem beruhigenden Sonnenuntergang, einem knisternden Lagerfeuer oder erfrischendem Waldspaziergang. Seine Werke vermitteln Optimismus und die Energie sowie auch eine gewisse und beruhigende Mystik. Die dynamischen und präzisen Muster schwingen durch das massive Glas der Kunstwerke und laden den Betrachter dazu ein, in eine faszinierende Welt einzutauchen. Kuchler erreicht diesen Effekt meisterhaft durch die durchdachte Beleuchtung eines jeden Kunstwerkes.“

Fragt man ihn nach seinen Vorbildern, so nennt Peter Kuchler drei Namen: „Inspiriert hat mich die Formschönheit von Klimt, die Abstraktion von Kandinsky und die Farbenpracht von Andy Warhol. Ich habe einen Mix aus Glasbläserei, Bildhauerei & Malerei entwickelt, um Menschen zu berühren mit dem, was ich erschaffe. Ich möchte, dass die Zeit kurz stehen bleibt und man sich in den Details verliert. Die Spirale in meinen Werken ist mein roter Faden, mein Wiedererkennungswert. Sie steht für meinen Leitspruch: Ewig. Einzigartig.“

Die Herstellung der bis zu 25 Kilo schweren Objekte ist übrigens eine harte körperliche Arbeit, bei der Kuchler auch eine österreichische Tageszeitung als Hilfsmittel benutzt: „Ich forme das flüssige 1200 Grad heiße Glas mit meinen Händen. Als Schutzschicht verwende ich die tägliche, nasse Kronen-Zeitung. Die vielen Papierschichten isolieren ganz gut und ich kann das Glas fühlen, ohne mich stark zu verbrennen.“

Das Glasmuseum sowie die benachbarte Kunstgalerie (2483 Weigelsdorf, Pottendorfer Straße 24 – 28) sind in der Weihnachtszeit bis zum 23. Dezember täglich geöffnet. Im eindrucksvollen Geschenke- und Unikate-Shop stehen Exponate für jeden Anlass und in jeder Preisklasse zum Kauf bereit (Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr sowie auch an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr). In der Glaswelt sind Veranstaltungen und Präsentationen möglich.
Für Anfänger, Versuchsfreudige und auch als perfektes Geschenk: Glasbläser-Kurse mit Peter Kuchler (jeweils ein bis drei Stunden) vom 1. bis 18. Februar 2024. Anmeldungen online unter www.empireofglass.at

Die Firmen- und Familien-Doyenne Hilde Kuchler erhielt am 20. November 2023 den „move on“ Award der Wirtschaftskammer Niederösterreich für ihr Lebenswerk.

Im Februar 2024 wird Peter Kuchler mit einer Einzelausstellung bei der Wiener Kunstmesse Art at the Park (22. – 25. 2. im Hotel Park Hyatt, 1010 Wien) gewürdigt. https://kuchlerpeter.com/

Peter Kuchler steht gerne für Interviews zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Bina Köppl

18. November: Saison-Eröffnung beim Wiener Eislauf-Verein

„Die Nummer Eis von Wien“ erwartet wieder Hunderttausende Besucher – Große Party zum Start

Die ersten Eissport-FreundInnen scharren bereits freudig mit den Kufen. Am 21. Oktober hat im Wiener Eislauf-Verein die neue Saison, vorerst noch auf einer verkleinerten Fläche, begonnen. Am 18. November 2023 geht es dann richtig los. Da lädt „Die Nummer Eis von Wien“ (so der Slogan des WEV) zur großen Eröffnungsfeier, bei der den Eisläufern wieder die komplette Kunsteisbahn (mit 6.000 Quadratmetern eine der größten der Welt) zur Verfügung steht. Bis zum März 2024 haben die Freunde und Freundinnen des Eislaufens wieder täglich die Gelegenheit, in der WEV-Arena mit der einmaligen Lage mitten in der Stadt (1030 Wien, Lothringer Straße 22) ihre Runden zu drehen.

Einmal mehr wird das Publikums-Eislaufen mit einem großen Sport- und Showprogramm garniert. Die Eröffnungsparty am 18. November beginnt um 9 Uhr mit Kursen für Kinder und Erwachsene. Der nächste Programmpunkt (ab 12 Uhr) lautet dann Rundtanzen auf dem Eis für alle Anwesenden. Ab 14 Uhr sorgt Radio Wien DJ Mike Renk für schwungvolle Hits (bis 17 Uhr); ab 15 Uhr gibt’s parallel dazu Eisstockschießen.

Zur Eröffnungsparty angesagt haben sich die Eiskunstlauf-Legenden Trixi Schuba (Olympiasiegerin 1972,Europa-und Weltmeisterin 1971,1972), Claudia Kristofics-Binder (Europameisterin), Ingrid Wendl (Europameisterin 1965), Emmerich Danzer (Weltmeister und Europameister) sowie viele andere Promis mehr.

Am Abend des 18. November haben die Eissport-Freunde die selten gewordene Gelegenheit, ein Eishockey-Match unter freiem Himmel zu genießen. Um 18 Uhr tritt die Erste Mannschaft des WEV zur Österreich-Liga-Begegnung gegen den Eishockeyverein Zeltweg an. Das Liga Open Air (am 26. November, 15 Uhr, folgt noch das Match WEV gegen UHT Dukes Graz) ist zugleich die Premiere für den neuen, erweiterten Publikumsbereich des Areals.

Außerhalb der Veranstaltungen ist die Eisfläche bis zum Saisonende Anfang März 2024 täglich von 9 bis 20 Uhr (Freitag bis 21 Uhr) geöffnet. Der Wiener Eislauf-Verein begrüßt Jahr für Jahr mehr als 250.000 Besucher, darunter die SchülerInnen von etwa 300 Schulklassen. Sie alle genießen nicht nur den Sport auf einem der größten Kunsteisplätze der Welt (6.000 Quadratmeter), sondern auch das traditionsreiche Flair der Anlage direkt neben dem Wiener Konzerthaus. Der WEV, vor 156 Jahren gegründet, zählt zu den ältesten Sportklubs Europas.

Bei allem Traditionsbewusstsein richtet der Verein den Blick auch stets in die Zukunft. WEV-Präsident Thomas Meixner: „Wir bilden mit einem professionellen Trainerstab junge Talente in Disziplinen wie Eiskunstlauf, Eistanz, Eishockey und Eisschnelllauf aus. Dieser Einsatz hat in der Vergangenheit großartige Sportler hervorgebracht und so soll es auch in der Zukunft sein.“ Christoff Beck (Ex-Eistänzer, Rechtsanwalt und WEV-Sportdirektor) ergänzt: „Gezielt wird um junge und begeisterte Talente geworben. Der WEV bietet ihnen ein breitgefächertes Training an. Auf dem Eis wie auch im Athletik-und Ballettraum oder im nahen Stadtpark – das ganze Jahr hindurch wird viel Wert auf eine polysportive Ausbildung gelegt.“ Es gibt zum Beispiel noch Plätze für den WEV-Eishockey-Nachwuchs (Kids-Training für Kinder ab 4 Jahren unter

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Kooperationspartner

ORF Ö3, ORF Wien Heute, ORF Radio Wien, W24 – Stadtfernsehen

Das Gesundheitszentrum St. Pölten wird am 10. November 2023 eröffnet

Geballte medizinische Kompetenz für 2.000 Patienten pro Tag

Am 10. November 2023 beginnt in der medizinischen Versorgung des Großraums St. Pölten eine neue Ära. Pünktlich um 11 Uhr wird dann im Süden der Hauptstadt Niederösterreichs das neu errichtete Gesundheitszentrum St. Pölten offiziell eröffnet. Rund um ein Primärversorgungszentrum mit 14 Ordinationsräumen für 19 Kassen- und Kinderärzte (bereits ab 9. Oktober in Betrieb) geht auf mehr als 13.000 Quadratmetern Fläche ein großes Gesundheitszentrum von gehobenem internationalem Format in Betrieb. Dazu gehören ein Facharzt- und Wahlarztzentrum für mehr als 15 ÄrztInnen, eine Tages-OP-Abteilung, das größte Facharzt-Labor Niederösterreichs (ENML Laborinstitut NÖ), eine Apotheke und ein Seminarzentrum. Im Vollbetrieb werden täglich ca. 2.000 Patienten im Gesundheitszentrum St. Pölten erwartet.

Bauherr Franz Holler, im Hauptberuf Geschäftsführer des St. Pöltner Medizinlogistik-Unternehmens medlog, blickt voll Stolz auf den attraktiven Neubau. Das Projekt, das einen zweistelligen Millionenbetrag kostete, wurde komplett ohne öffentliche Mittel finanziert. Holler: „Wir haben 18 Monate Bauzeit geplant, was für ein Projekt dieser Größenordnung sehr ambitioniert ist, und wir haben es geschafft, sowohl die Bauzeit also auch das Budget einzuhalten. Alle Flächen sind bis zum letzten Quadratmeter vermietet.“

Der Leiter des Primärversorgungszentrums, der Allgemeinmediziner Rafael Pichler, äußert sich ebenfalls begeistert. „Für ein Gesundheitszentrum braucht man mehr als ein Primärversorgungszentrum. Ein Gesundheitszentrum wie dieses in St. Pölten hat die Rundumversorgung mit Ärzten, Apotheke, Bandagist, Physiotherapeuten und fast allen medizinischen Professionen zum Ziel. Bei uns gibt es Hausarzt, Kinderarzt, Urologie und Chirurgie auf Kassa. Neurologie, Dermatologie und HNO sind privat. Es ist ein One-Stop-Shop, man braucht keine zweite Anlaufstelle mehr zu suchen, man hat alles in einem Haus.“

Architekt Patrick Edlinger (Büro Aichberger Architektur): „Unser Ziel war es, ein Haus für die Gesundheit zu schaffen und nicht der Krankheit. Deshalb wurde neben der Integration verschiedener Fachbereiche und Funktionen auch auf subtile Wohlfühlkriterien geschaut: passende Atmosphäre, angenehme und nachhaltige Materialien, natürliche Belichtung sowie Arbeitsplätze mit Erholungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter.“

Ein Rundgang gibt Aufschluss über die bis ins Detail durchdachte Architektur des Gesundheitszentrums. Im Eingangsbereich im Erdgeschoß befinden sich das Primärversorgungszentrum mit den Ordinationsräumen für Kassenärzte, mit Kinderordinationen, einer Kinderspielecke, einer Apotheke, einem Bankomaten, einer Cafeteria, einem Bandagist und dem Seminarzentrum mit abteilbaren Seminarräumen für kleinere und größere Veranstaltungen.

Der erste Stock gehört dem Labor (mit Laborstraße, einem vollautomatisierten Analysesystem und diversen Fachlaboren).

Im zweiten Stock sind die Kassen-Facharztbereiche angesiedelt (Urologie, Endoskopie, Chirurgie, Sportmedizin). Das ZMS Zentrum für Medizin und Sport und die Physiotherapie 4.0 verfügen über große Fitness- und Therapieräume. Das 370 Quadratmeter umfassende Zentrum für Urologie ist für ca. 200 Patienten am Tag angelegt. Im zweiten Stock ist auch der Notruf Niederösterreich untergebracht, der täglich rund um die Uhr besetzt ist und von hier aus die Einsätze durchführt.

Im dritten Stock betritt man schließlich den Wahlarztbereich mit einem großen zentralen Empfang. Im Moment sind die Räume für 15 ÄrztInnen aus den Fachgebieten Dermatologie, HNO, Unfallchirurgie und Physiotherapie vorbereitet. Im OP-Zentrum (zwei Operationssäle, Nachbehandlungsraum sowie ein Aufwachraum für drei Personen) arbeiten 14 ChirurgInnen und vier AnästhesistInnen. Bauherr Franz Holler: „Wir können ambulant viele tagesklinische Operationen durchführen und sind dadurch ein kleines Spital geworden ohne stationären Aufenthalt. Dieser Schritt über die Ordinationen hinaus bietet eine komplette Rundumversorgung.“

Aufgrund der hohen Nachfrage laufen jetzt bereits die Vorbereitungen für die nächste Bauphase des Gesundheitszentrums. Franz Holler: „Wir planen ein Röntgeninstitut. Das Zentrum für Radiologie wäre dann das dritte Gebäude zur derzeitigen Zentrale, in der jetzt die Medizinlogistik-Firma medlog untergebracht ist. Im Dezember starten bereits die Bauarbeiten, wobei zusätzlich zur Radiologie noch einige weitere Ordinationen untergebracht werden. Wir können hier eigentlich von einem Medizincampus sprechen.“

Das Gesundheitszentrum St. Pölten, das vom Büro Aichberger Architektur (Wien / St. Pölten) konzipiert wurde, entstand nahe der Westautobahn in St. Pölten-Harland. In Sachen Ökologie erfüllt das Projekt höchste Standards – mit Photovoltaik, Wasserwärmepumpe etc. Als Träger firmiert die PHC Primary Health Care Service GmbH. Der Standort in der Mathilde-Beyerknecht-Straße 7, 3104 St. Pölten, ist für Besucher aus der Stadt und dem Umland per Privatfahrzeug (Garage für 150 Stellplätze) oder Bus leicht erreichbar.

Ein Kreisverkehr für die Einfahrt ins Betriebsgebiet zur Verkehrsberuhigung wurde vom Land NÖ und der Stadt St. Pölten vereinbart. Jetzt wartet man noch auf konkrete Zusagen für den Baubeginn.

Weitere Informationen unter www.gz-stpoelten.at

Als Gesprächspartner stehen Ihnen Mag. Franz Holler (Bauherr und Geschäftsführer PHC Primary Health Care Service GmbH) und Dr. Rafael Pichler (Medizinischer Leiter PVZ St. Pölten) gerne zur Verfügung.

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Fotocredit Sebastian Schubert/Aichberger Architektur

Foto-Download von der Eröffnung, 10. November 2023, Fotocredit: Michaela Pichler

Salzburg: Spektakuläre Schau „Masterpieces of Art“ (17. Juli – 20. August 23)

Große Kunst von Weltformat – der neue „Jedermann“ Michael Maertens kommt zur Eröffnung

Hier Musik und Bühnenkunst auf allerhöchstem Niveau – dort bildende Kunst von Weltformat: Schon zum fünften Mal gibt’s im Salzburger Sommer heuer eine spektakuläre Ergänzung zum Festspielprogramm. An einer der nobelsten Adressen der Stadt – im 1200 Jahre alten Gebäude Getreidegasse 12 – öffnet vom 17. Juli bis zum 20. August 2023 wieder die Ausstellung „Masterpieces of Art“ ihre Pforten. Der Grazer Galerist Helmut Reinisch, Gründer und Organisator der Schau, präsentiert einmal mehr aktuelle Höhepunkte des internationalen Kunstschaffens. Zum Eröffnungs-Event am 26. Juli wird Burgtheater-Topstar Michael Maertens, der neue „Jedermann“, erwartet.

„Nach fünf Jahren sind wir in Salzburg bestens etabliert“, sagt Veranstalter Reinisch. „Die ,Masterpieces of Art‘ sind keine temporäre Erscheinung, wir sind ein Fixpunkt des Salzburger Kultursommers. Wir haben täglich geöffnet und bieten ohne Eintritt große Kunst in Museumsqualität am besten Platz der Stadt. Und das tollste: Bei uns gibt es Kunst zu kaufen, die man in Salzburg sonst höchstens im Rupertinum oder im Museum der Moderne sieht.“ Zur Untermauerung nennt Reinisch Namen: „Das Spektrum der bei uns ausgestellten Künstler reicht von Banksy bis Herbert Brandl, von Arnulf Rainer bis Sabine Wiedenhofer, von Katharina Grosse bis Erwin Wurm.“

Die offizielle Eröffnungs-Gala der „Masterpieces of Art“ am 26. Juli im Reinisch Art Club wird einmal mehr zum Society Event. Konnte man im Vorjahr den aktuellen „Jedermann“ der Festspiele, Lars Eidinger, als Ehrengast gewinnen, so hat diesmal Michael Maertens, der neue Inhaber der Salzburger Schauspiel-Paraderolle, sein Kommen zugesagt: Maertens, Wahlwiener aus Hamburg, zählt nicht nur seit Jahren zu den Publikumslieblingen am Burgtheater, er ist auch im Film stark gefragt. Zuletzt spielte er an der Seite von Elyas M’Barek und Michael Ostrowski eine Hauptrolle in Michael Bully Herbigs neuem Filmhit „Tausend Zeilen“, der Medien-Farce über den Reportagen-Fälschungsskandal beim „Spiegel“.

In den Reinisch Art Club kommt Maertens nicht allein, sondern gemeinsam mit Burg-Kollegin Maria Happel. Die beiden Stars, die einander seit 30 Jahren kennen und schätzen, präsentieren Auszüge ihres Programms „Über unsere Verhältnisse“. Literarische Hochkomik ist garantiert. Denn als Textlieferanten dienen Erich Kästner, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt und Loriot.

Im Auditorium: Internationale Gäste, internationale Drinks und viel Prominenz. Beim Opening des Reinisch Art Club werden folgende KünstlerInnen der Galerie anwesend sein: Joseph Marsteurer, Sabine Wiedenhofer, Anton Petz und Levente Szücs. Als DJ sorgt Tamara Mascara – Drag Queen und Fashion Designer aus Wien – für zündende Rhythmen am Dance Floor.

Info: Die Ausstellung „Masterpieces of Art“ (Salzburg, Getreidegasse 12) startet am 17. Juli 2023 um 11 Uhr. Die Opening Party mit Michael Maertens und Maria Happel findet am 26. Juli ab 19 Uhr statt. Anmeldung unter office@binakoeppl.com
Die Schau ist bis zum 20. August täglich geöffnet.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11 – 18 Uhr, Sonntag 11 – 13 Uhr

Web: www.reinisch-graz.com

Alle Exponate haben gemeinsam, dass sie von herausragenden Künstler-Persönlichkeiten stammen, die stets kompromisslos ihren Weg gingen – und die Höchstwerte am internationalen Kunstparkett erzielen. Unter all den großen Namen hebt Galerist Reinisch einige Werke und ihre Schöpfer besonders hervor:

„Katharina Grosse, die seit vielen Jahren mit monumentalen Museumsausstellungen begeistert und zu den Superstars des internationalen Kunst-Parketts zählt, ist in der Ausstellung mit spannenden Werken vertreten. Sie arbeitet bevorzugt mit Spray- und starken Acrylfarben und hat mit ihren abstrakten Bildern die Rolle der Frau in der Kunst völlig neu definiert und positioniert.“ Katharina Grosse: “Fo‘Faux Rocks III”, 2007, Farblithografie, 100 x 67 cm, Ed. 40

„Keinem anderen Künstler der Gegenwart gelingen so beeindruckende, Ehrfurcht gebietende Bilder wie Herbert Brandl, dessen museale Werke ihn zu Österreichs unumstrittenen Doyen der expressiven Malerei gemacht haben. In Salzburg zeigt die Galerie Reinisch kalligraphische Tierstudien und monumentale Berg-Bilder und museale Monotypien von Herbert Brandl, mehrfach publiziert und international ausgestellt, Österreichs Meister der expressiven Malerei.“ Herbert Brandl: „o.T.“, 2017, Öl auf Leinwand, 300 x 150 cm

„Herausragende Skulpturen sind das Markenzeichen von Stephan Balkenhol, einem der bedeutendsten lebenden deutschen Bildhauer.“ Stephan Balkenhol: „Mann mit Hand im Hemd“, 1997, geschnitztes Holz, bemalt, 215 x 70 x 49 cm

“Sabine Wiedenhofers präzise Arbeiten changieren geschickt zwischen Kunst als Medium der persönlichen Message und der Gesellschaftskritik. Ein LGBTQ-Schwerpunkt mit ihren Glashänden und ein extra angefertigtes Werk werden zu sehen sein.“ Sabine Wiedenhofer: “Give Peace a Hand”, 2023, Muranoglas, Unikat, ca. 40 x 45 cm

„Wir zeigen eine der Leinwandarbeiten von Wolfgang Hollegha, der bereits in den 1960er Jahren mit Morris Louis, Sam Francis und Mark Rothko in großen amerikanischen Museen ausstellte. Nicht inflationär: Auch mit unbegrenztem Kapital ist es nicht möglich, mehr als zwei bis vier Arbeiten von Wolfgang Hollegha pro Jahr weltweit zu bekommen. Dementsprechend gesucht sind seine Werke.“ Wolfgang Hollegha: „o.T.“, 1974, Öl auf Leinwand, 255 x 267 cm

Markus Lüpertz: „o.T“., um 1990, Öl auf Karton auf Holz, 76 x 66 cm

„Joseph Marsteurer erobert mit seinen futuristischen, dreidimensionalen Malereien den Raum. Seine Arbeiten finden eine perfekte Balance und Harmonie zwischen Malerei und Plastik, zwischen Rohmaterial und dem fertigen Werk und laden so zu einer inspirierenden Entdeckungsreise ein.“ Joseph Marsteurer: „05_23“, 2023, Acryl auf Acrylglas, 220 x 200 x 30 cm

„Als ein weiterer Glücksfall für die Besucher stellt sich die Arbeit von Arnulf Rainer dar, dem großen Meister, Über-Maler und Doyen der europäischen Kunstszene. „o.T.“ (Übermalung einer Armand-Zeichnung), 1961, Ölkreide auf Velin auf Holz, ist eine absolute Rarität und in dieser Qualität heute nur noch in Museen vorzufinden, besticht nicht nur durch beeindruckendes Format (50 x 30 cm) Arnulf Rainer wählt Öl und Wachsmalkreide auf Foto auf Holz und schafft damit ein Opus, das wie geschaffen ist, Kunstgeschichte nachhaltig zu beeinflussen und neu zu interpretieren.“

„Eine großflächige Wieseninstallation von Thomas Stimm zeugt von Österreichs Beitrag zur Pop Art.“ Thomas Stimm: „Blumenwiese“, Installation 2023, Metallgüsse lackiert, diverse Höhen

Natur-Heilmittel und Wissenschaft: Hochkarätige Vortragsreihe im Salzburger Land

Natur-Heilmittel stehen bei vielen Menschen hoch im Kurs – doch oft fehlt es am Wissen über den wissenschaftlichen Hintergrund dieser Produkte und ihrer Wirkung. Die renommierte Molekularbiologin Renée Schroeder, die auf ihrem hochalpinen Leierhof im Tennengau (Salzburger Land) eine Manufaktur für Bergkräuter-Produkte gegründet hat, will das nun ändern. Am 28. April 2022 (19.30 Uhr) lädt sie alle Interessierten in den Klosterhof Abtenau zum Start der Vortragsreihe „Kräuterwissen aus dem Lammertal“.

Als ersten Redner hat Schroeder den Chemiker und Pharmakologen Dr. Anton Stütz gewonnen, einen Pionier in der Entwicklung von Medikamenten für die Haut. Zwei seiner Produkte, Lamisil (gegen Pilzinfektionen auf der Haut) und Elidel (gegen Neurodermitis) sind weltweit wichtige Produkte ihres Metiers. Dr. Stütz wird in seinem Vortrag zeigen, wie Naturstoffe und andere Wirkstoffe zu medizinischen Produkten entwickelt werden und welche Hürden es dabei zu überwinden gilt.

Renée Schroeder über den Hintergrund des Projekts: „Es ist unser Anspruch, das Thema Bergkräuter und deren Anwendung so wissenschaftlich wie möglich zu beleuchten. Wir organisieren die Vorträge als Beitrag zum allgemeinen Verständnis über die Natur und darüber, wie Naturprodukte medizinische Anwendungen finden. Es wird zwei Vortragsreihen pro Jahr geben, eine im Frühjahr und eine im Herbst.“

Als weitere Vortragende im Frühjahr 2022 haben die Verhaltensforscherin Prof. Dr. Angela Stöger, der Imker und Bienenexperte Josef Pötzleitner und die Pharmakognosin Prof. Dr. Brigitte Kopp ihr Kommen bereits zugesagt.

Die Einladung von Dr. Anton Stütz als erster Redner zeugt vom hohen wissenschaftlichen Stand der Veranstaltungsreihe in Abtenau. Der Wissenschaftler skizziert sein Tätigkeitsfeld und seinen Vortrag so: „Forschung und Entwicklung von neuartigen und innovativen Medikamenten – das ist sehr aufwendig und risikoreich. Ich habe das zweimal von Anfang bis zur weltweiten Registrierung erleben dürfen und beide Entwicklungen haben jeweils 15 Jahre gedauert. Ich stelle mir vor, in Abtenau zunächst ein paar Bilder von Krankheiten zu zeigen, die auf „meine“ Medikamente ansprechen, und dann Forschung und Entwicklung in Big Pharma (und Biotech) hoffentlich verständlich zu besprechen: Warum die Produktentwicklung so lang dauert, warum neue und innovative Medikamente so teuer sind, was es mit Patenten auf sich hat etc. Ich kann auch über Medikamente aus der Natur wie Penicillin, Cyclosporin oder Rapamycin sprechen.“

Der Oberösterreicher Anton Stütz, Jahrgang 1947, studierte in Wien Organische Chemie und in Göttingen Molekulare Biologie. Von 1974 bis 2013 war er in leitender Position bei Sandoz/Novartis in Wien tätig. Ab 1976: Erfindung und Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Pilzinfektionen, insbesondere von Terbinafin (Lamisil) – seit 2000 weltweiter Standard für Therapie von Pilzinfektionen der Haut und Nägel. Ab 1987: Erfindung und Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen entzündliche Hauterkrankungen, insbesondere von Pimecrolimus (Elidel), seit 2001 weltweit registriert. 1987 Habilitation, 1994 Ernennung zum ao.Universitätsprofessor für Pharmazeutische Chemie. Seit 2015: Gründung und Leitung von Akribes Biomedical GmbH, gemeinsam mit Dr. Barbara Wolff-Winiski. Ziel: Verbesserung der Therapie chronischer Wunden.

Die weiteren Frühjahrs-Veranstaltungen im Rahmen der Vortragsreihe im Klosterhof Abtenau:

19. Mai 2022, 19:30 Uhr
„Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten“
Österreichs Wissenschaftsbuch des Jahres 2022
Prof. Dr. Angela Stöger

23. Juni 2022, 19:30 Uhr
„Die Honigbiene und ihre Produkte“
Josef Pölzleitner

7. Juli 2022, 19:30 Uhr
„Die Heilkraft von Arzneipflanzen – wissenschaftlich belegt“
Prof. Dr. Brigitte Kopp

Die Initiatorin der Vortragsreihe „Kräuterwissen aus dem Lammertal“: Renée Schroeder kam 1953 als Kind luxemburgischer Eltern in Brasilien zur Welt. Seit 1967 lebt sie in Österreich, wo sie nach der Matura studierte und lange Jahre als Universitätsprofessorin für Biochemie tätig war. Nach mehr als 40 Jahren in der wissenschaftlichen Forschung nahm Schroeder, die zuletzt mit ihrem Buch „Was ist Leben – Die Geschichte des vielseitigen Moleküls RNA“ (Picus-Verlag) Schlagzeilen machte, Abschied von der Professur an der Wiener Universität. Sie verlegte Wohnsitz und Arbeitsplatz in den Salzburger Tennengau. Dort beschäftigt sich Renée nun (wenn sie nicht gerade Bücher schreibt) mit wildgewachsenen Pflanzen, die auf den sonnigen Südhängen eines jahrelang brachliegenden Hofs in 1100 Metern Seehöhe gedeihen, und sie verarbeitet die Kräuter zu Salben, Tinkturen, Tees, Cremen und allem, was ihr sonst noch einfällt.

Renee Schroeder ist Mitbegründerin der österreichischen Bürgerinitiative Wir Alle, die sich für die Corona-Impfung und für die Versachlichung der Corona-Diskussion einsetzt.

Online-Info: www.leierhof.at

Für Interviews stehen Dr. Anton Stütz und Dr. Renée Schroeder gerne zur Verfügung.