Ein Meilenstein: Bauprojekt Gesundheitszentrum St. Pölten. Geballtes medizinisches Wissen unter einem Dach

Allgemeinmediziner und Fachärzte, Labors und Apotheke – alles an einer Adresse: Das Prinzip, die medizinische Grundversorgung konzentriert in einem gemeinsamen Objekt anzubieten, gewinnt international immer stärker an Bedeutung. Auch St. Pölten erhält nun ein multifunktionales medizinisches Zentrum.

Im Süden der niederösterreichischen Landeshauptstadt entsteht bis zum Frühjahr 2023 das Gesundheitszentrum St. Pölten, das Raum für rund 40 Ordinationen anbietet. Das Büro Aichberger Architektur, Wien/St. Pölten, gewann den Wettbewerb für die Gestaltung des Projekts, das einen bestehenden Bau mit einem Neubau und weitläufigen Grünflächen verbindet. Architekt Andreas Aichberger: „Im Team war uns wichtig, den unterschiedlichen Fach- und Wissensgebieten des Gesundheitszentrums nach außen eine gemeinsame verbindende Identität zu geben in einem Gebäude, das sich selbstbewusst und einprägsam modern präsentiert.“

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich. Das Gesundheitszentrum bietet zunächst einmal Raum für AllgemeinmedizinerInnen und KinderärztInnen. Im Facharztzentrum können sechs bis acht Kassen-Ordinationen eingerichtet werden. Darüber hinaus gibt es 20 Wahlarzt-Ordinationen verschiedener Facharztrichtungen. Das 1400 Quadratmeter große Facharztlabor ist dafür eingerichtet, pro Tag 5.000 bis 6.000 Proben zu analysieren. Eine Apotheke, ein Seminarzentrum, eine Bäckerei und eine Tiefgarage mit 150 Stellplätzen ergänzen das Angebot.

Architekt Andreas Aichberger charakterisiert die Grundzüge seines Projekts so: „Wir führen die Personen intuitiv mit Hilfe von Licht und Farbe auf kurzem Wege zu ihren Zielen. Interne Wege trennen wir nach Möglichkeit von Patientenwegen. Ganz bewusst haben wir das Gesundheitszentrum nicht hinter Parkplätzen versteckt, sondern Fußgängern den Vorrang gegeben. Ausreichend Parkplätze sind im Untergeschoß zu finden; den gewonnenen Verkehrsraum widmen wir der Aufenthaltsqualität im Außenraum. Höfe verweben den Gebäudekomplex mit qualitätsvollen Freiräumen und erfüllen so diverse Funktionen als Freiflächen für die Erholung der Mitarbeiter, die direkte Anlieferung in den Lieferhof, als attraktiver und übersichtlicher Empfang sowie als Außenbereich für Veranstaltungen.“

Besucher, die sich dem Zentrum von der Straße her nähern, finden sich auf einem urban gestalteten Vorplatz wieder, der als Eingangs- und Verteiler-Knotenpunkt dient. Das Primärversorgungszentrum (Allgemeinmediziner), die Apotheke sowie der Zugang zu Labor, Fach- und Wahlärzten werden um diesen zentralen Vorplatz angeordnet. Dabei öffnen sich die Bauteile trichterartig zur Straße hin und bilden so eine einladende Geste, die zu den Eingängen des Gesundheitszentrums führen.

Das Team um Architekt Andreas Aichberger gestaltete das Bauwerk mit bewusst gesetzten Kontrapunkten – mit Weiß und Dunkelgrau als dominierenden Farben, mit horizontalen und vertikalen Strukturen sowie mit Baukörpern, die einmal massiv und ein andermal transparent auf den Betrachter wirken.

Neben den offenen Höfen wird ein weiterer Außenraum zwischen dem Neubau und dem Bestandsgebäude als öffentlicher Freibereich konzipiert. Im Gegensatz zum eher städtischen Vorplatz wird hier eine Parklandschaft situiert. Hier befindet sich ein direkter Zugang zum Seminarzentrum, sodass Veranstaltungen auch getrennt vom Normalbetrieb des Gesundheitszentrums stattfinden können. Im Norden des Grundstücks wird der Kraftfahrzeugverkehr konzentriert. Die PKWs von Patienten und Besuchern werden an der Oberfläche vorrangig in ein unterirdisches Parkdeck geleitet. Interner Verkehr wird in den nach Osten orientierten Hof geleitet.

Auftraggeber des Gesundheitszentrums (Adresse: Mathilde-Beyerknecht-Straße 18, 3104 St. Pölten-Harland) ist Mag. Franz Holler mit der PHC – Primary Health Care Service GmbH (Wien). Das Areal liegt nahe der Westautobahn A1 und ist außer mit dem PKW auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln (LUP) leicht zu erreichen.

Aichberger Architekten

PHC – Primary Health Care Service GmbH

Salzburg: Spektakuläre Schau Masterpieces of Art. Alles, was in der Kunstwelt Rang und Namen hat

„Kunst, die am Kunstmarkt angekommen ist“, lautet das prägnante Motto der Schau. Die Grazer Galerie Reinisch nutzt vom 4. bis 18. April 2022 schon zum zweiten Mal den festlichen Rahmen der Salzburger Osterfestspiele, um in der Mozartstadt große Werke der bildenden Kunst zu zeigen. Eine noble Salzburger Innenstadt-Adresse – das 1200 Jahre alte Gebäude Getreidegasse 12 – beherbergt als temporäres Kunsthaus die Ausstellung „Masterpieces of Art“. Galerist Helmut Reinisch: „Wir bringen alles mit, was in der internationalen Kunstwelt Rang und Namen hat“ – von Banksy bis A.R. Penck, von Ólafur Eliasson bis Franz West, von Hubert Scheibl bis Martin Kippenberger. Als Ehrengast wird Schauspiel-Star Philipp Hochmair erwartet.

Veranstalter Helmut Reinisch freut sich auf zahlreiche SammlerInnen, KuratorInnen, MuseologInnen und viel Prominenz unter den Besuchern. „Das Haus Getreidegasse 12 ist ein Gesamtkunstwerk und hat sich bereits einen Namen gemacht“, schwärmt er vom Schauplatz seiner Salzburger Pop-Up-Galerie. „Die Gesamtpräsentation auf zwei Ebenen werden Sie so nahe an den Bühnen der Osterfestspiele nicht ein zweites Mal finden.“ Auch im Stadtbild wird die „Masterpieces of Art“-Schau unübersehbar sein: Eine wichtige Outdoor-Kunst-Intervention der Galerie Reinisch entsteht im Innenhof von St. Peter, wo in den nächsten Wochen großformatige farbgewaltige Gemälde von Anton Petz Farben in die Salzburger Altstadt bringen werden.

Alle Exponate haben gemeinsam, dass sie von herausragenden Künstler-Persönlichkeiten stammen, die stets kompromisslos ihren Weg gingen – und die Höchstwerte am internationalen Kunstparkett erzielen. Unter all den großen Namen hebt Galerist Reinisch einige Werke und ihre Schöpfer besonders hervor:

„Wir zeigen eine schon durch ihre Größe (180 x 150 cm, Acryl auf Holz) beeindruckende, rare Arbeit von Günther Förg aus dem Jahr 1991, die bereits in zahlreichen internationalen Museen für Aufsehen gesorgt hat. Förgs geradezu hypnotischer Farbansatz, seine verblüffende Virtuosität, mit der er zwei scheinbar simple Farben, nämlich ein sattes dunkelgelb und ein tiefsamtenes Dunkelblau, zu einem virtuosen Ganzen vereint, lässt den Betrachter in Förgs Welt versinken.“

„Als ein weiterer Glücksfall für die Besucher der Ausstellung stellt sich die Arbeit von Arnulf Rainer dar, dem großen Meister, Über-Maler und Doyen der europäischen Kunstszene. „Rote Hand, 1985-88“, eine absolute Rarität und in dieser Qualität heute nur noch in Museen vorzufinden, besticht nicht nur durch beeindruckendes Format (102 x 74 cm). Arnulf Rainer wählt Öl und Wachsmalkreide auf Foto auf Holz und schafft damit ein Opus, das wie geschaffen ist, Kunstgeschichte nachhaltig zu beeinflussen und neu zu interpretieren. Zuzuordnen ist diese spirituelle Arbeit den Kreuzen und Christus-Übermalungen.“

„Keinem anderen Künstler der Gegenwart gelingen so beeindruckende, Ehrfurcht gebietende Berg-Bilder wie Herbert Brandl, dessen museale Werke ihn zu Österreichs unumstrittenen Doyen der expressiven Malerei gemacht haben. In Salzburg zeigt die Galerie Reinisch eine brandneue, 2022 entstandene, 150 x 100 cm große Arbeit. Ohne Titel, jedoch mit einem blendend weißen Bergmassiv, das sich vor tiefblauem, himmlischem Hintergrund unauslöschlich ins Gedächtnis brennt.“

„Auch sinnlich-grelle Werke von Katharina Grosse, die seit vielen Jahren mit monumentalen Museumsausstellungen begeistert und zu den Superstars des internationalen Kunst-Parketts zählt, sind in der Ausstellung vertreten. Sie arbeitet bevorzugt mit Spray- und starken Acrylfarben und hat mit ihren abstrakten Bildern die Rolle der Frau in der Kunst völlig neu definiert und positioniert.“

„Joseph Marsteurer erobert mit seinen futuristischen, dreidimensionalen Malereien den Raum. Seine Arbeiten finden eine perfekte Balance und Harmonie zwischen Malerei und Plastik, zwischen Rohmaterial und dem fertigen Werk und laden so zu einer inspirierenden Entdeckungsreise ein.“

„Von Erwin Wurm wiederum sind herausragende Skulpturen zu sehen, die einmal mehr seine Bedeutung als österreichischer Universalkünstler mit internationaler Bedeutung unterstreichen.“

Die Ausstellung „Masterpieces of Art“ (Salzburg, Getreidegasse 12) wird am 4. April um 18 Uhr eröffnet und ist dann bis zum 18. April täglich geöffnet. Wer nicht nur sehen, sondern auch hören will, sollte sich den 7. April (18.30 Uhr) vormerken. Dann wird der Ehrengast Philipp Hochmair erwartet.

www.reinisch-graz.com/

MASTERPIECES OF ART
REINISCH POP UP GALLERY
GETREIDEGASSE 12, SALZBURG
EXHIBITION 04. – 18. 4. 2022

Kunstmesse-Jubiläum: 15. Art Austria im MuseumsQuartier Wien

Große Kunst und große Namen

33 Aussteller zeigen 2.000 Werke berühmter Künstler auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern: Die Art Austria schickt sich vom 5. – 8. Mai im Wiener MuseumsQuartier einmal mehr dazu an, ihren Ruf als wichtigste Kunstmesse für Kunst aus Österreich zu beweisen. Wie immer, liegt der Schwerpunkt der Schau auf Höhepunkten des Kunstschaffens der Epochen Wien um 1900, Klassische Moderne, Kunst nach 1945 und Zeitgenössische Kunst. Skulpturen und Fotografien ergänzen das Angebot. Ein weiterer Aspekt macht die Messe zu einer ganz besonderen Veranstaltung. Die Art Austria findet jetzt bereits zum 15. Mal statt und feiert somit ein Jubiläum.

Unter den KünstlerInnen findet man große Namen wie Arik Brauer, Herbert Brandl, Katharina Grosse und Xenia Hausner, Friedensreich Hundertwasser, Martha Jungwirth, Gustav Klimt, Maria Lassnig, Franziska Maderthaner, Hermann Nitsch, Oswald Oberhuber, und Arnulf Rainer, Hubert Scheibl und Egon Schiele, Alfons Walde, Sabine Wiedenhofer und Erwin Wurm. Auch der Fotokünstler Patrick Demarchelier ist mit sensationellen Arbeiten vertreten. Patrick Demarchelier spielte eine Rolle im Film-Hit „Der Teufel trägt Prada“ und ist einer der berühmtesten Modefotografen der USA.

Doch die Art Austria kümmert sich nicht nur um die schönen Künste, sondern auch um die Krise in der Ukraine. Hier verdient eine Initiative der österreichischen Contemporary-Art-Künstlerin Sabine Wiedenhofer große Beachtung. Sie führt auf dem Messestand der Wiener Galerie Sylvia Kovacek eine Online-Auktion ihrer Murano-Glas-Skulptur „Give Peace a Hand – Ukraine“ durch, die zugunsten der Aktion „Familienhilfe Ukraine“ läuft. Persönliche Gebote können auch direkt in der Galerie Kovacek abgegeben werden. Am Ende der Art Austria am 8. Mai endet auch die Ersteigerungsmöglichkeit.

Die Art Austria gastierte in den vergangenen Jahren schon an vielen renommieren Schauplätzen in Wien. Der aktuelle Veranstaltungsort, das MuseumsQuartier, bedeutet ein „Zurück zu den Wurzeln“: Hier fand bereits die Premiere der Kunstmesse statt.

Veranstalter Wolfgang Pelz: „Wie schon im Jahr 2008 wird der Platz vor dem MQ bespielt. Dort errichten wir zwei große Zelte, die mit der Arena 21 und der Ovalhalle verbunden sind. Der neu gestaltete Haupteingang der Art Austria steht direkt neben dem Haupteingang zum MQ.

Pelz im Rückblick: „Wir haben uns ständig neu erfunden und setzten in den letzten 15 Jahren mit den wichtigsten Galerien und Kunsthändlern Österreichs ein Messeformat von höchster Qualität um. Wir zeigten KünstlerInnen, die erstmals auf einer Kunstmesse ausgestellt wurden – Jahre später sind eben diese KünstlerInnen in die besten Museen eingezogen. Seit 2008 mieteten wir die besten Locations, die vor uns noch nie als Ort für eine Kunstmesse wahrgenommen wurden. So dürfen wir hier das Leopold Museum und das Gartenpalais Liechtenstein erwähnen.“

Initiator der Art Austria war der Wiener Galerist Manfred M. Lang: „Unser Ziel war von Anfang an, für die österreichische Kunst ein zentrales Messeforum zu schaffen“, erzählt Lang über die frühen Jahre. „Was uns dann noch für mühselige Gründungs-Knochenarbeit bevorstand, war auch nur zu managen, weil wir an diese unsere Messe unbeirrt geglaubt haben. Es gab genug Anfangsfehler und eine Menge Enttäuschungen, die uns öfter verzweifeln ließen. Aber mit der unermüdlichen und unbeirrbaren Gründerenergie von Wolfgang Pelz haben wir es geschafft – denn manche gespöttelten Unkereien, dass das nie der Fall sein wird, machten uns nur noch sturer, was die Realisierung betraf.“

Die Mühen des Anfangs liegen in weiter Ferne. Mittlerweile genießt die Art Austria bei Galeristen, Kunstfreunden und Sammlern höchstes Renommee. Bei der 15. Art Austria werden jetzt 33 AusstellerInnen aus Österreich erwartet, wobei sich alle wesentlichen Teilnehmer der vergangenen Jahre angemeldet haben. Dem Anlass entsprechend, werden sie ein „Best Of“ ihres Repertoires präsentieren – ergänzt mit einigen sehr musealen Einzelpräsentationen.

Die komplette Liste aller AusstellerInnen: Galerie bei der Albertina Zetter, Galerie Artecont, Artmoments, Christoph Bacher, Archäologie Ancient Art, Bakerhouse Gallery, Galerie Susanne Bauer, Burggasse 21, Mike Büchel, Carré d’Artistes, Galerie Estermann Kunst, Galerie Johannes Faber, Kunsthandel Freller, Galerie Gans, Galerie Gerald Hartinger, Kunsthandel Hieke, Kunsthandel Florian Kolhammer, Kunsthandel Nikolaus Kolhammer, Galerie Kovacek & Zetter, Galerie Sylvia Kovacek, Kovacek Contemporary, Kunstsalon Perchtoldsdorf, L.art gallery, Galerie 422 Margund Lössl, Galerie Maier, Galerie Reinisch, Kunsthandel Runge, Schütz Art Society, Galerie Petra Seiser, Galerie Sommer, Galerie Walfischgasse, Galerie Welz, Kunsthaus Wiesinger, Kunsthandel Widder.

Öffnungszeiten Art Austria im MQW

Donnerstag, 5. Mai 2022, ab 11 Uhr Preview & 16 – 22 Uhr Vernissage
(nur mit persönlicher Einladung)

Freitag, 6. Mai 2022, von 11 – 19 Uhr

Samstag, 7. Mai 2022, von 11 – 19 Uhr

Sonntag, 8. Mai 2022, von 11 – 18 Uhr

Museumsplatz 1, 1070 Wien barrierefrei, klimatisiert

Tagesticket regulär  15,– ermäßigt € 10,– Tickets nur bei der Art Austria im MuseumsQuartier Wien erhältlich. Ermäßigungen: Schüler, Studenten, SeniorInnen ab 65 Jahre, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Präsenzdiener

Weinbar: Winzerhof Burgstaller

Messe-Info: www.art-austria.info

Art-Austria-Mastermind Wolfgang Pelz ist mit seiner art-port GmbH auch der Veranstalter der bekannten Messeformate Art Austria Highlights am Wiener Eislauf-Verein (29.9.-2.10.2022) und Art At The Park im Wiener Hotel Park Hyatt (24.-27.11.2022).

Dr. Erika Freeman: Warum Optimismus wichtig ist gerade jetzt

Stadt:Kultur lädt die US-amerikanische Psychoanalytikerin Dr. Erika Padan Freeman gemeinsam mit dem Publizisten und Medienprofessor Michael Freund, zu einem Gespräch.

Als unbegleitetes zwölfjähriges Mädchen musste Erika, jüdische Wienerin, im März 1940 vor dem Naziregime nach New York flüchten. Nach ihrem Psychologie-Studium an der Columbia University wurde sie in ihrer neuen Heimat zur erfolgreichen Therapeutin vor allem von KünstlerInnen und anderen kreativ Tätigen; Hollywood-Stars wie Marilyn Monroe, Paul Newman, Woody Allen und Liv Ullman sowie bekannte Schriftsteller zählten bzw. zählen zu ihrem Freundeskreis. Noch immer ist sie mit Politikonen wie Hillary Clinton im regen Austausch. Die agile 94-Jährige kehrt regelmäßig in ihre alte Heimat Österreich zurück und setzt sich unermüdlich gegen das Vergessen, für Frauenrechte und für Israel ein.

Michael Freund ist, nach vielen Jahren einer Medienprofessur und als Redakteur und Ressortleiter Album im Standard, freier Autor und Lehrbeauftragter für Kommunikation.

Stadt Kultur Baden

Eine Kunst-Wunderkammer mitten in Wien

Große Kunst in einem noblen Rahmen. Das Wiener Fünf-Sterne-Hotel Park Hyatt im Goldenen Quartier der Innenstadt (Am Hof 2) wird vom 11. bis 14. November schon zum zweiten Mal Schauplatz der Kunstmesse „Art at the Park“. 18 namhafte Galerien und Kunsthändler präsentieren auf 1.500 Quadratmetern Glanzstücke ihres Repertoires – von Klimt und Schiele bis Banksy.

Veranstalter Wolfgang Pelz blickt den vier Messetagen voll Vorfreude entgegen. „Im Frühjahr 2021 war die erste ,Art at the Park‘ ein Messe-Pandemie-Experiment,“ sagt er. „Konkret war es die erste Kunstmesse nach den vielen Lockdowns. Schon am ersten Tag beim Opening wurde uns klar: Diese Messe hat Kult-Charakter und muss unbedingt kurz vor Weihnachten nochmals stattfinden. Nun ist es soweit, die Aussteller präsentieren Kunst im besten Umfeld und in einem der schönsten Gebäude Wiens. Bis kurz vor Messestart erhalten wir Anfragen aus dem In- und Ausland. Um Vielfalt und Qualität zu bieten, wurden neue Räume geschaffen und Messestände geteilt. Vom 11. bis 14. November ist das Park Hyatt Vienna eine Kunst-Wunderkammer, die es zu entdecken gilt.“

Das historische Gebäude des Park Hyatt wird einmal mehr seine besondere Eignung als elegantes Ambiente für die Kunst beweisen. Generationen von Wienern und Touristen als einstige Zentrale der Österreichischen Länderbank und später der Bank Austria bekannt, wurde der generalrenovierte Bau 2014 als eines der luxuriösesten Hotels der Hauptstadt wiedereröffnet. Die Räumlichkeiten, die die „Art at the Park“ beherbergen, finden sich in der 1. Etage des Hotels: Die Board Rooms, der Grand Salon und die Foyers werden zur Ausstellungsfläche.

Im Hotel und rundherum lädt exquisite Gastronomie die Kunstfreunde und Sammler dazu ein, den Ausstellungsbesuch nachklingen zu lassen. Wer nicht an der Messe teilnehmen kann, bekommt auf elektronischem Wege die Möglichkeit, alle Aussteller und Kunstwerke zu betrachten und mit den Galeristen Kontakt aufzunehmen: Wie schon bei der „Art Austria Highlights“ im Oktober wird bei der „Art at the Park“ ein virtueller Rundgang eingerichtet.

Stilistisch bietet die Schau Höhepunkte des Kunstschaffens der Epochen Wien um 1900, Klassische Moderne, Kunst nach 1945 und Zeitgenössische Kunst. Antiquitäten und Skulpturen ergänzen das Angebot. Unter den KünstlerInnen findet man große Namen wie Maria Lassnig und Xenia Hausner, Gustav Klimt und Egon Schiele, Arnulf Rainer und Gerhard Richter, Erwin Wurm und Arik Brauer.

Besonderes Augenmerk wird in diesen Zeiten der Pandemie natürlich auf die Gesundheit und Sicherheit des Publikums gelegt. Die „Art at the Park“ ist ein 2G-Event; der Zugang ist für Kunstfreunde reserviert, die geimpft oder genesen sind. In den Ausstellungsräumen herrscht dann keine Maskenpflicht.

„Art at the Park“-Mastermind Wolfgang Pelz ist mit seiner art-port GmbH auch der Veranstalter der bekannten Messeformate Art Austria, Art Austria Highlights (im MuseumsQuartier Wien und am Wiener Eislauf-Verein) sowie der SIAF, der Salzburg International Art Fair, zu den Festspielen im Amadeus Terminal 2 des Salzburger Flughafens.
Messe-Info unter

Öffnungszeiten, Tickets, Wissenswertes:
Donnerstag, 11. November 2021 von 11.00 – 19.00 h
Freitag, 12. November 2021 von 11.00 – 19.00 h
Samstag, 13. November 2021 von 11.00 – 19.00 h
Sonntag, 14. November 2021 von 11.00 – 18.00 h
barrierefrei, geheizt

Tagesticket regulär € 15,– ermäßigt € 10,– Tickets nur direkt bei der „Art at the Park“, Park Hyatt Vienna, Am Hof 2, 1010 Wien, erhältlich! Ermäßigungen: Schüler, Studenten, SeniorInnen ab 65 J., Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Präsenzdiener

Wolfgang Pelz steht gerne für Interviews und Pressetermine zur Verfügung.
Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung.

Ein hochdekoriertes Hotel: Zehn internationale Auszeichnungen für das Park Hyatt Vienna

2021 30th Rank World’s Best Hotel – Condé Nast Traveler Readers’ Choice Award
2021 4th Rank Top Hotels in Central Europe – Condé Nast Traveler Readers’ Choice Award
2021 Winner Most liked Cityhotel – Falstaff Travel
2021 Top 10 in Austria – Falstaff Travel
2021 500 World’s Best Hotels – Travel + Leisure
2021 Forbes Recommended Star Awards – Forbes Travel Guide
2021 3rd Rank in Europe / 2nd Rank in Vienna – U.S. News & World Report Best Hotels Ranking
2021 Winner Traveller Review Award – Booking.com
2021 Winner in the category ‘Cityhotel’ The Best Hotels in Austria – Connoiseur Circle
2020 Best Luxury Hotel – International Hospitality Awards 2019

Art Austria Highlights 2021 Kunstmesse an einer Sensations-Location

Große Kunst auf geschichtsträchtigem Boden: Das Areal des Wiener Eislauf-Vereins wird vom 14. bis 17. Oktober zum Schauplatz der Kunstmesse Art Austria Highlights 2021, in der 27 renommierte Galerien und Kunsthändler Meisterwerke ihres Repertoires aus vielen Epochen und Genres präsentieren. Veranstalter Wolfgang Pelz nennt den Eislauf-Verein eine „Sensations-Location“. Denn vor mehr als 100 Jahren fand an diesem Ort eines der prägenden Events der Wiener Moderne statt. Gustav Klimt und Josef Hoffmann organisierten auf dem Areal, das auch noch die Grundfläche des später errichteten Konzerthauses und Akademietheaters umfasste, die legendäre Kunstschau 1908 aus Anlass des 60-jährigen Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph.

Bei der Art Austria Highlights 2021 wird auf der Freifläche des Wiener Eislauf-Vereins (Wien 3., Lothringerstraße 22) zwischen Konzerthaus und Hotel InterContinental eine 2.000 Quadratmeter große geheizte Zelthalle aufgestellt: fast 60 Meter lang und sieben Meter hoch. Die Aussteller erhalten also viel Platz, um ihre Exponate ins rechte Licht zu rücken. Die Veranstalter und das Publikum wiederum können die perfekte Infrastruktur nutzen: Von den Kassen und der Garderobe über das Contact Tracing bis hin zur Gastronomie. Hier offeriert das benachbarte Hotel Intercont unter dem Kunstmesse-Motto „Austrian Highlights“ Spezialitäten aus allen Bundesländern. Verkehrsmäßig ist die innerstädtische Location bestens erreichbar – mit der U-Bahnlinie U4 (Station Stadtpark), der Ring-Straßenbahn und mehreren Tiefgaragen.

Art-Austria-Organisator Wolfgang Pelz freut sich auf die vier Messetage, die den Kunstfreunden in musealer Atmosphäre viel Gelegenheit zum Schauen, aber natürlich auch zum Kaufen geben werden. Er spricht von einer „Bereicherung für den Kunstherbst in Wien“, wenn er sagt: „Die Tatsache, am Platz der Kunstschau 1908 nach mehr als 100 Jahren eine Kunstmesse zu veranstalten, erfüllt uns mit Freude und großen Erwartungen. Wir folgen der Idee des historischen Events und konzentrieren uns in einer Leistungsschau auf das Wesentliche in der Kunst – nämlich auf die Qualität.“

Stilistisch bietet die Schau Höhepunkte des Kunstschaffens der Epochen Wien um 1900, Klassische Moderne, Kunst nach 1945, Zeitgenössische Kunst und Antiqutäten. Skulpturen und Fotografien ergänzen das Angebot. Unter den KünstlerInnen findet man große Namen wie Maria Lassnig und Xenia Hausner, Gustav Klimt und Egon Schiele, Arnulf Rainer und Gerhard Richter, Erwin Wurm und Arik Brauer. Auch die Fotokünstler Helmut Newton und Robert Mapplethorpe sind mit wichtigen Arbeiten vertreten.

Öffnungszeiten, Tickets, Wissenswertes:
Donnerstag, 14. Oktober 2021 von 11.00 – 19.00 h
Freitag, 15. Oktober 2021 von 11.00 – 19.00 h
Samstag, 16. Oktober 2021 von 11.00 – 19.00 h
Sonntag, 17. Oktober 2021 von 11.00 – 18.00 h
barrierefrei, geheizt
Tagesticket regulär € 15,– ermäßigt € 10,–

TICKETS NUR BEI DER ART AUSTRIA HIGHLIGHTS 2021,
LOTHRINGERSTRASSE 22, 1030 WIEN, ERHÄLTLICH!

Ermäßigungen: Schüler, Studenten, SeniorInnen ab 65 J., Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Präsenzdiener
Art Austria

Bei Zusammenkünften (inkl. Messen) in Wien mit mehr als 500 Teilnehmern gilt ab 1. Oktober 2021 gemäß § 1 Wiener COVID-19-Maßnahmenbegleitverordnung 2021 idF LGBl. Nr. 48/2021, dass bloß ein 2-G-Nachweis (also Genesungszertifikat, Impfzertifikat, Absonderungsbescheid*, oder Nachweis über neutralisierende Antikörper der nicht älter als 90 Tage sein darf) vorgezeigt werden muss, aber es besteht keine Maskenpflicht.

Dr. Erika Freeman im Gespräch mit Michael Niavarani

„Man muss ein bisschen meschugge sein, um nicht ganz verrückt zu werden“

Nach Gesprächen mit Otto Schenk, Harald Schmidt und John Cleese bittet Michael Niavarani nun die Psychoanalytikerin Dr. Erika Freeman zu sich auf die Bühne.

„Jeder Mensch ist eine Entdeckung für mich“, sagt Dr. Erika Freeman. Ob sie dem auch noch nach dem Gespräch mit Michael Niavarani zustimmt, darauf sind wir gespannt. Die beiden lernen sich auf offener Bühne vor Publikum, das sie beide lieben, besser kennen.

Als unbegleitetes zwölfjähriges Mädchen musste Erika, jüdische Wienerin, im März 1940 vor dem Naziregime nach New York flüchten. Nach ihrem Psychologie-Studium an der Columbia University wurde sie in ihrer neuen Heimat zur erfolgreichen Therapeutin vor allem von KünstlerInnen und anderen kreativ Tätigen; Hollywood-Stars wie Marilyn Monroe, Paul Newman, Woody Allen und Liv Ullman sowie bekannte Schriftsteller zählten bzw. zählen zu ihrem Freundeskreis. Noch immer ist sie mit Politikonen wie Hillary Clinton im regen Austausch. Die jugendliche „3 mal 31 jährige +1-jährige“ wie sie selbst ihr Alter definiert, kehrt regelmäßig in ihre alte Heimat Österreich zurück und setzt sich unermüdlich gegen das Vergessen, für Frauenrechte und für Israel ein.

Michael Niavarani ist aus zahlreichen österreichischen Fernsehserien, Kinofilmen und seinen Kabarett-Programmen bekannt. Er wurde 2006 als beliebtester Serienstar, 2007 und 2008 als beliebtester Kabarettist mit dem österreichischen TV-Publikumspreis Romy ausgezeichnet. Seine Bücher Vater Morgana (Roman, 2009), Der frühe Wurm hat einen Vogel (vermischte Schriften, 2011) und „Ein Trottel kommt selten allein“ (vermischte Schriften, 2017) führten wochenlang die österreichischen Bestsellerlisten an. Nach einem Roman, vielen Kurzgeschichten, einer Handvoll Kabarettprogrammen und unzähligen Sketches für den Simpel schreibt Michael Niavarani nun auch Theaterstücke, u. a. die Komödie „Reset – Alles auf Anfang“. Für seine Shakespeare-Komödien „Die unglaubliche Tragödie von Richard III.“ und „Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von Romeo & Julia – Ohne Tod kein Happy End“ gründete er 2014 gemeinsam mit Georg Hoanzl eigens dafür das GLOBE WIEN. Nach langen Jahren als künstlerischer Leiter hat er 2019 das Kabarett Simpl erworben, das älteste durchgängig bespielte Kabarett der Welt.

Als Befreiungsschlag nach den Einschränkungen durch Corona begründeten Niavarani & Hoanzl 2020 das Theater im Park.

Was ist Leben? Renéee Schroeder

Auf der Spur der RNA
Die Biochemikerin Renée Schroeder bringt den Band „Was ist Leben? Die Geschichte des vielseitigen Moleküls RNA“ heraus

Gäbe es in der Sprache eine Wahl der Abkürzung des Jahres, so wäre RNA wohl ein Favorit. In harter Konkurrenz mit mRNA. Beide Begriffe haben im Zug der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus Einzug in die Umgangssprache gehalten.

Allerdings: Nur die wenigsten wissen, was die beiden Abkürzungen bedeuten. Die Worte auszuschreiben (RNA = Ribonukleinsäure; mRNA = Messenger Ribonukleinsäure) hilft nicht unbedingt weiter. Dabei: „Die RNA ist der Ursprung allen Lebens“, sagt die österreichische Biochemikerin Renée Schroeder, die sich in den langen Jahren ihrer Professur an der Universität Wien als RNA-Forscherin etablierte. In ihrem neuen Buch „Was ist Leben? Die Geschichte des vielseitigen Moleküls RNA“, das im September 2021 im Wiener Picus-Verlag erscheint, will Renée Schroeder „den Versuch wagen, möglichst verständlich und nach jetzigem Stand des Wissens den Ursprung des Lebens zu beschreiben.“ Die Autorin weiter: „Das nächste Ziel ist es, dass Sie die Ribonukleinsäure, das Molekül des Lebens, kennenlernen und viel über sie erfahren werden – damit Sie meine Faszination dafür teilen können.“

Auf 64 kompakten Buchseiten (der Text entstand ursprünglich als Vortrag für die angesehenen „Wiener Vorlesungen“), widmet sich die Autorin Themen wie „Der Ursprung des Lebens“, „Was ist RNA?“ oder „Henne und Ei und die RNA-Welt Theorie“. Im finalen Kapitel geht’s um die Praxis: „Was RNA alles kann“.

Die Autorin. Renée Schroeder kam 1953 als Kind luxemburgischer Eltern in Brasilien zur Welt. Seit 1967 lebt sie in Österreich, wo sie nach der Matura studierte und lange Jahre als Universitätsprofessorin für Biochemie tätig war. Nach mehr als 40 Jahren in der wissenschaftlichen Forschung nahm Schroeder, die zuletzt mit ihrer Biografie „Alle Moleküle immer in Bewegung“ (Residenz-Verlag) Schlagzeilen machte, Abschied von der Professur an der Wiener Universität. Sie verlegte Wohnsitz und Arbeitsplatz in den Salzburger Tennengau.

Dort beschäftigt sich Renée nun (wenn sie nicht gerade Bücher schreibt) mit wildgewachsenen Pflanzen, die auf den sonnigen Südhängen eines jahrelang brachliegenden Hofs in 1100 Metern Seehöhe gedeihen, und sie verarbeitet die Kräuter zu Salben, Tinkturen, Tees, Cremen und allem, was ihr sonst noch einfällt.

Auszeichnungen: u. a. Theodor-Körner-Preis (1984), Wissenschaftlerin des Jahres (2002), Wittgenstein-Preis (2003), Wiener Frauenpreis (2007), Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (2015), Wissenschaftsbuch des Jahres für „Die Erfindung des Menschen“ (2017).

Renée Schroeder:
„Was ist Leben? Die Geschichte des vielseitigen Moleküls RNA“
 Picus-Verlag, 64 Seiten, gebunden. Preis: 12 € Band 201 der Reihe „Wiener Vorlesungen Erscheinungstermin: 15. September 2021

Aviso für Ihre Planung: „Was ist Leben?“ kommt zwar erst im September in den Buchhandel, doch Renée Schroeder steht schon vor der Veröffentlichung gern für Interviews und Pressetermine zur Verfügung.
Picus Verlag

Ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich

Exzellente medizinische Versorgung in hochklassiger Architektur: In Niederösterreichs Hauptstadt fällt bald der Startschuss für die Errichtung des Gesundheitszentrums St. Pölten, das im Herbst 2023 fertiggestellt werden soll. Zur medizinischen Grundversorgung wird dort auf 12.000 Quadratmetern Fläche ein Primärversorgungszentrum mit ca. 40 Ordinationen, ein großes Facharzt-Labor, eine Apotheke und ein Seminarzentrum zur Verfügung stehen.

Bauherr des Projekts, das im Vollbetrieb 2.000 Patienten pro Tag betreuen wird, ist der St. Pöltner Logistik-Manager Franz Holler, der auch in seinem Hauptberuf eng mit dem medizinischen Sektor verbunden ist. Als Geschäftsführer leitet er seit 19 Jahren die medlog GesmbH, den führenden Logistiker für medizinische und biologische Stoffe in Österreich. medlog, offiziell als österreichischer Leitbetrieb ausgezeichnet, transportiert mit mehr als 100 Fahrern jährlich Hunderttausende empfindliche Sendungen – von der Blutprobe bis zum PCR-Abstrich.

Das neue Gesundheitszentrum, das vom Büro Aichberger Architektur (Wien / St. Pölten) geplant wird, entsteht nahe der Westautobahn in St. Pölten-Harland. „Es könnte ein Vorzeigeprojekt für ganz Österreich werden“, sagt Franz Holler.

„Man errichtet ein Gesundheitszentrum auf der grünen Wiese, das rund um den Schwerpunkt Allgemeinmedizin auch die verschiedensten Fachrichtungen abdeckt.“

Als Träger des Projekts firmiert die PHC –  Primary Health Care Service GmbH, die von Holler gegründet wurde. Die Kosten für die Errichtung werden mit einem zweistelligen Millionenbetrag veranschlagt, wobei das Gebäude in Sachen Ökologie höchste Standards erfüllen wird – mit Photovoltaik, Wasserwärmepumpe etc. Es sind keine öffentlichen Gelder eingeplant.

Franz Holler: „Das Gesundheitszentrum wird auf Privatinitiative errichtet und betrieben. Wir kommen komplett ohne Förderungen, Investitionszuschüsse und Subventionen aus. Es ist machbar, wenn ein paar Leute zusammenkommen, die sagen, wir trauen uns das zu. Die Planung läuft seit einem Jahr. Kurz vor dem Beginn von Corona haben wir begonnen und während des Jahres 2020 die Planung vorangetrieben und entwickelt. Baubeginn ist im Sommer 2021.“

Dem Primärversorgungszentrum, das vom Allgemeinmediziner Rafael Pichler betrieben wird, steht eine markante Erweiterung im Gesundheitszentrum bevor.

Holler: „Wir werden auch zum Facharzt-Wahlarztzentrum mit 20 Wahlarzt-Ordinationen verschiedener Fachrichtungen. Auch ein oder zwei Kinderärzte werden dabei sein. Das ist besonders wichtig, denn in St. Pölten gibt es gegenwärtig nur eine einzige Kinder-Kassenordination für mehr als 60.000 Einwohner. Das ist ein großer Mangel.“

Das ENML – das „Erste Niederösterreichische Medizinische Laborinstitut“  – wird am neuen Standort im Gesundheitszentrum wesentlich erweitert. „Unter anderem kommt eine Mikrobiologie hinzu“, sagt Franz Holler. „Der Labor-Standort ist nach der Fertigstellung nicht mehr vergleichbar mit dem, was wir jetzt haben. Die aktuelle Zeit mit der Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig hochqualitative Labormedizin ist.“

Bei der Suche nach einem Standort für das Gesundheitszentrum St. Pölten musste Franz Holler nicht viel Zeit aufwenden. Der Neubau entsteht auf einem freien Grundstück neben der Zentrale der medlog (das Kürzel steht für Medizinlogistik) und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar.

In seinem Hauptberuf als medlog-Geschäftsführer kann Holler nicht über Arbeitsmangel klagen – obwohl: „Mit dem Beginn der Corona-Pandemie hatten wir 2020 eine kurze Schockstarre im medizinischen Bereich, von Mitte März bis Mitte April. Weil damals viele Ordinationen zugesperrt haben, sah es plötzlich so aus, als ob es keine Kranken mehr geben würde. Doch dann wurde es ein sehr herausforderndes Jahr für uns, weil die medizinische Logistik aufrechterhalten werden musste. 2020 war das wohl stärkste Jahr in der Firmengeschichte und wir haben sehr ausgebaut, von der gesamten Logistik rund um die PCR-Testungen bis hin zu den Antigen-Testungen.“ Für akute Notfälle wurden erste Blaulichtfahrzeuge angeschafft.

Jetzt läuft längst wieder alles im Hochbetrieb. Holler: „Wir betreuen derzeit 65 Krankenhäuser und 2400 Ärzte in Österreich, dazu etwa 30 Labore und Untersuchungsanstalten sowie Institutionen wie die AGES. Wir haben ein breites Spektrum an Kunden, für die wir Logistik machen und da sind wir Komplettdienstleister. Wir betreuen jeden Ort in Österreich täglich, sind mit unserem Netzwerk aber auch in ganz Europa aktiv.“

Das jüngste Geschäftsfeld: Der Transport der sensiblen Corona-Impfstoffe. „Wir haben Kühlfahrzeuge, Trockeneisdepots und Minus-70-Grad-Tiefkühlzellen. Wir sind für alles ausgerüstet.“

Medizinlogistik

www.medlog.at

Gesundheitszentrum St. Pölten

www.gz-stpoelten.at

Aichberger Architekten

www.aichberger-architektur.at

Spatenstich für das Gesundheitszentrum St. Pölten

Ein Leuchtturmprojekt für die medizinische Grundversorgung im Großraum St. Pölten wird Realität: Im Süden der niederösterreichischen Landeshauptstadt beginnt der Bau des Gesundheitszentrums St. Pölten, das Raum für rund 40 Ordinationen und andere medizinische Einrichtungen bieten wird.

Am Dienstag, 9. November 2021, um 12 Uhr findet im Betriebsgebiet Harland (Mathilde-Bayerknecht-Straße 7, 3104 St. Pölten) im Beisein von

Landeshauptfrau Mag.a Johanna Mikl-Leitner

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler

Bauherr und Logistik-Manager Mag. Franz Holler

Allgemeinmediziner Dr. Rafael Pichler

Architekt Andreas DI Aichberger

und anderen Persönlichkeiten der Spatenstich für das Gesundheitszentrum St. Pölten statt. Zu dieser Zeremonie möchten wir Sie herzlich einladen. Im Anschluss an den Spatenstich servieren einen Imbiss und Getränke. Wir würden uns sehr freuen, Sie bei diesem Festakt begrüßen zu dürfen.

Das Projekt: Allgemeinmediziner und Fachärzte, Labors und Apotheke – alles an einer Adresse: Das Prinzip, die medizinische Grundversorgung konzentriert in einem gemeinsamen Objekt anzubieten, gewinnt international immer stärker an Bedeutung. Auch St. Pölten erhält nun ein multifunktionales medizinisches Zentrum.

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich. Das Gesundheitszentrum bietet zunächst einmal Raum für zehn AllgemeinmedizinerInnen und drei KinderärztInnen. Im Facharztzentrum können acht Kassen-Ordinationen eingerichtet werden. Darüber hinaus gibt es 20 Wahlarzt-Ordinationen verschiedener Facharztrichtungen. Das 2432 Quadratmeter große Facharztlabor ist dafür eingerichtet, pro Tag 10.000 Proben zu analysieren. Eine Apotheke, ein Seminarzentrum, eine Bäckerei und eine Tiefgarage mit 155 Stellplätzen ergänzen das Angebot. Man rechnet damit, dass das Gesundheitszentrum im Vollbetrieb von mehr als 2.000 Patienten pro Tag aufgesucht wird. Geplante Fertigstellung: September 2023.

Anmeldungen bitte bis spätestens 5. November 2021 unter office@binakoeppl.com
Weitere Informationen finden Sie unter www.gz-stpoelten.at.

Live via Internet: Zwei Programme mit Sona MacDonald

„Das MuTh gibt nicht auf“, sagt Elke Hesse. „Wir ziehen unser Programm so gut wie möglich durch und wollen mit unserem Publikum in Kontakt bleiben.“ Trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hat die MuTh-Direktorin im Februar gleich zwei Events mit Josefstadt-Star Sona MacDonald angesetzt – erst ein Künstlergespräch, dann ein Live-Konzert. Das Publikum kann an beiden Abenden (10. und 24. Februar) via Internet (www.muth.at) live dabei sein. Im Internet wird am 16. Februar auch der Abend „Bottesini lässt grüßen“ übertragen, bei dem der Klarinetten-Virtuose und Philharmoniker Daniel Ottensamer gemeinsam mit Christoph Traxler (Klavier), Ödön Racz (Kontrabass) und Romana Amerling (Gesang) zu hören ist.

„MuTh ¼ Stunde“: Elke Hesse im Gespräch mit Sona McDonald

Mittwoch, 10. Februar, 17.45 Uhr, Live via Internet

Am 10. Februar empfängt Elke Hesse Sona MacDonald zum Gespräch im Rahmen der Reihe „MuTh ¼ Stunde“ im Konzertsaal am Augartenspitz. Hesse: „Die MuTh ¼ Stunde ist eine Möglichkeit, sich online und interaktiv mit dem Publikum auszutauschen, weil Fragen an die KünstlerInnen gestellt werden können.“ Für Gesprächsstoff ist gesorgt. Sona MacDonald: „Dadurch, dass das MuTh den Wiener Sängerknaben, der klassischen Musik und auch modernen Stilrichtungen ein Zuhause bietet, hat es ein sehr wienerisches Flair bekommen. Es ist ein Ort, an dem sich viele Künstler abseits ihrer gewohnten Theater treffen können. Elke Hesse gibt uns allen eine Plattform.“

„Virtuosität gefragt: Bottesini lässt grüßen“: Daniel Ottensamer in the MuTh

Dienstag, 16. Februar, 20 Uhr, online

Der 1821 verstorbene Giovanni Bottesini gilt als „Paganini des Kontrabasses“. Dementsprechend virtuos sind seine Kompositionen. Ihm widmen Klarinettist Daniel Ottensamer und Pianist Christoph Traxler zum 100. Geburtstag diesen speziellen Musikabend. Eingeladen haben sie dazu die Sopranistin Romana Amerling und den Kontrabassisten Ödön Rácz, wie Ottensamer Mitglied der Wiener Philharmoniker. Die melodiöse Rigoletto-Fantasie von Luigi Bassi gilt als Standardwerk der Klarinettenliteratur und ist anspruchsvoll – genau das Richtige für Daniel Ottensamer! Bassi war übrigens Soloklarinettist an der Scala in Mailand. „Bottesini läst grüßen“: Gesang: Romana Amerling, Klarinette & Moderation: Daniel Ottensamer, Kontrabass: Ödön Rácz, Klavier Christoph Traxler

„Storybook“: Sona MacDonald & The Whizkey Brothers
Mittwoch, 24. Februar, 20 Uhr, online

Gesungen und erzählt: Kammerschauspielerin Sona MacDonald und The Whizkey Brothers überraschen immer wieder mit ausdrucksstarken Neuinterpretationen von Evergreens aus dem Great American Songbook. Diesmal spielt die Combo rund um die Diva, die den Jazz leidenschaftlich liebt, Hits von Carole King, Joni Mitchell und vielen anderen mehr, darunter Titel wie You’ve Got A Friend, Both Sides Now oder Somewhere. Mit Sicherheit wird dazu auch die eine oder andere überraschende Story ausgepackt. Geschichten mit Tiefgang und vor allem: Sound!

Sona MacDonald über die Hintergründe des Programms: „Ich bin ja in den USA aufgewachsen, und in meinen Teenager-Jahren zählten Sängerinnen wie Carole King zu meinen Inspirationen. Ihre Texte zu hören, war für mich wie ein Elixier. Auch Komponisten wie Burt Bacharach – mein Gott, was haben diese Künstler für großartige Texte geschrieben! „Great American Songbook“ ist ein Überbegriff für Lieder, die aus Amerika kommen. Von einem gemeinsamen Stil würde ich jedoch nicht sprechen – alle Sänger, ob Billy Joel oder Billie Holiday, haben ihre persönliche Note. Ich werde in meinem Programm aber auch deutsche Lieder singen, aus dem Repertoire von Kurt Weill oder Lotte Lenya oder Marlene Dietrich.

Auf den Auftritt im MuTh freut sich Sona MacDonald nicht nur aus musikalischen, sondern auch aus architektonischen Gründen: „Das MuTh erinnert mich an einen Konzertsaal des berühmten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright am Florida Southern College in Lakeland. Das kenne ich seit meiner Jugend, weil mein Vater dort unterrichtet hat. Beides sind Säle, die Weite und zugleich Intimität ausstrahlen.“

Ein Wermutstropfen ist natürlich die Tatsache, dass das Konzert wegen der Pandemie ohne Zuschauer im Saal stattfinden muss: „Ein reales Publikum atmet und fühlt mit dir während der Vorstellung. Das ist das Ideal.“ Aber, so die Künstlerin: „Ein Online-Konzert eröffnet eine andere Form der Kommunikation. Weil ich mit meinen wunderbaren Musikern interagieren kann, weil ich das Publikum an den Geräten auf unser Repertoire aufmerksam machen kann – und darauf, dass wir wiederkommen, sobald wir wieder vor Publikum auftreten können. So eine Gelegenheit muss man nützen!“

Sona MacDonald tritt im MuTh mit ihrer Band, den Whizkey Brothers um Pianist Christian Frank, auf. „Wir haben schon fünf oder sechs Produktionen gemeinsam gemacht, von Wittenbrink-Abenden bis zu den Programmen über Billie Holiday, Lotte Lenya und Marlene Dietrich, die fanden an der Josefstadt statt. Außerdem waren wir gemeinsam auf Tournee. Wir kennen einander also sehr gut und sind ein eingespieltes Team. Der Bandname Whizkey Bothers entstand aufgrund einer Vorliebe der Musiker: Die Burschen trinken gern in der Pause einen Schluck Whisky. Pianist Christian Frank, Saxophonist Herb Berger und ich haben übrigens jetzt während des Lockdowns eine CD aufgenommen. Titel: „And So It Goes“. Bei unserem Konzert werden wir auch Lieder aus dieser CD spielen.“

„Storybook“: Gesang: Sona MacDonald, Klavier & musikalische Leitung: Christian Frank, Reeds: Herb Berger, Kontrabass: Andy Mayerl, Schlagzeug: Klaus Pérez-Salado

Muth Lab: „Wiener Musik mit dem Ensemble Bravour Schrammeln

Dienstag, 23. Februar, bis Freitag, 26. Februar, jeweils 17 Uhr

Wiener Musik konzertant und virtuos ohne die typischen Gassenhauer – geht das? Natürlich. Dank der Weiterentwicklung durch die Brüder Karl und Josef Mikulas. Diese zwei Herren haben es zu Beginn des 20. Jahrhunderts verstanden, ihre Virtuosität in die Wiener Volksmusik so einzubinden, dass daraus unglaubliche Bravourstückerl entstanden sind.

Josef Mikulas, der virtuoseste Schrammelharmonikaspieler Wiens, war nicht nur Instrumentalist, sondern auch Komponist und Arrangeur. Viele seiner Werke sind mittlerweile zu Unrecht in Vergessenheit geraten: Vielleicht deswegen, weil der Anspruch dieser Arrangements sehr hoch ist.

Mit den Bravour Schrammeln nimmt sich nun ein Quartett der Mikulas-Stücke an, das allein schon durch seine Zusammensetzung bemerkenswert ist. Das Wiener Musiker- und Weinbauern-Ehepaar Monika & Peter Uhler tat sich mit dem Kärntner Musiker-Ehepaar Maria & Helmut Stippich zusammen, um altvertraute Schrammel-Klänge als kammermusikalische Volksmusik aus Wien in die Gegenwart zu heben.

Den Schwerpunkt der fünf Programme bilden die Mikulas-Stücke. Eingedeckt mit Notenmaterial des Wiener Volksliedwerkes sowie mit Transkriptionen von fast verlorenen Aufnahmen, geht das Quartett voller Lust daran, diese Musik der Vergessenheit zu entreißen.

Doch dabei wollen es die beiden Paare nicht belassen. Schließlich ist das MuTh Lab (auch) als Labor der Klänge gedacht. Also werden neue Kompositionen und Arrangements vor laufender Kamera eigens für die Auftritte hergestellt. Somit vereinen sich im Konzertsaal Vergangenheit und Zukunft – mitten in Wien. Als Schmelztiegel für eine alte und zugleich neue Art und Weise, die Wiener Musik zu beseelen. Mit einem opulenten Klang, zu dem außer zwei Violinen auch Kontragitarre, Schrammelharmonika, Akkordeon und Klavier sowie zwei Stimmen gehören, welche auch die Freude des Dudelns in all ihren allen Facetten darbringen.

https://www.stippichs.com/post/stippich-uhler-bravour-schrammel

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