Hierzegger / Schroeder / Freeman: Drei Frauen, drei Generationen, drei Themen

Das Wiener Kreisky Forum lädt am 16. Dezember (19 Uhr) zu einem Diskussions-Gipfeltreffen mit drei namhaften Frauen aus der Kultur- und Wissenschafts-Szene. Die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Pia Hierzegger (47) moderiert ein Gespräch mit der Biochemikerin Renée Schroeder (66) und der Psychoanalytikerin Erika Freeman (92).

Erika Freeman, die zwischen New York und Wien pendelt, kommt mit dem soeben verliehenen Titel von Österreichs „Woman Of The Year“ (in der Kategorie Zeitzeugen) ins Kreisky Forum. Renée Schroeder machte jüngst mit der Biografie „Renée Schroeder – Alle Moleküle immer in Bewegung“ Schlagzeilen. Pia Hierzegger hat in jüngster Zeit mit großen Rollen in Filmen wie „Wilde Maus“ oder „Der Boden unter den Füßen“ reüssiert. Gemeinsam ist allen dreien, dass sie nicht nur in ihren Metiers Spitzenleistungen erbringen, sondern dass sie auch mit wachem Blick die Zeitläufte verfolgen. Der Abend unter dem Titel „Remarkable Women“ verspricht bemerkenswerte An-, Aus- und Einsichten über Wissenschaft, Beruf und Leben.

Remarkable Women

Montag, 16. Dezember 2019, 19 Uhr
BRUNO KREISKY FORUM für internationalen Dialog
Armbrustergasse 15, 1190 Wien

Organisation der Veranstaltung: Bina Köppl Communications

Renée Schroeder, Jahrgang 1953, ist eine Frau mit vielen Facetten. Die Biochemikerin hat sich von Wien aus einen Platz an der internationalen Spitze der Wissenschaft erkämpft. Kein leichtes Unterfangen als Frau in diesem Fach. Nun startet sie im „Unruhestand“ eine neue Karriere als Bäuerin mit dem Forschungsfeld „Wildkräuter“. 1953 in Brasilien geboren, ging die Reise in Schroeders Kindheit über Luxemburg nach Bruck an der Mur. Die Wanderjahre absolvierte sie in München, Paris und den USA, um anschließend in Wien ihre berufliche Heimat zu finden. Zwischen Wissenschaft und Feminismus hatte die überzeugte Atheistin bis heute viele Kämpfe auszutragen… Eine außergewöhnliche und konsequente Frau: Die neue Biografie „Renée Schroeder – Alle Moleküle immer in Bewegung“ (Residenz-Verlag), geschrieben von Ursel Nendzig, ist eine Inspiration für alle Frauen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Erika Freeman wurde 1927 in Wien geboren und musste im Alter von 12 Jahren als Jüdin vor dem Naziregime in die USA, nach New York, flüchten. Dort studiert sie an der Columbia University und wird zu einer hoch angesehenen Psychoanalytikerin. Sie berät viele Politiker wie etwa die ehemalige israelische Ministerpräsidentin Golda Meir und wird zur mentalen Stütze diverser Hollywoodlegenden wie etwa Marilyn Monroe, Marlon Brando oder Woody Allen. Letztlich wird Erika Freeman selbst ein Star: Sie ist Dauergast in den US-Talkshows der 1970er Jahre und wird fast zu jedem Ereignis als Psychoanalytikerin befragt. Im hohen Alter nähert sie sich auch ihrer alten Heimat Österreich wieder an und setzt sich als Zeitzeugin unermüdlich gegen das Vergessen ein.

Moderation: Pia Hierzegger kam am 2. Februar 1972 in Graz zur Welt. Sie ist Ensemblemitglied der Grazer Off-Theatergruppe Theater im Bahnhof, wo sie auch Regie führt und zu der Autorengruppe Eigenbau gehört. 2009 adaptierte sie für das Schauspielhaus Graz Wolf Haas’ Roman „Das ewige Leben“ als Bühnenstück. In der Spielzeit 2010/11 schrieb sie den Text für die Uraufführung von „Die Kaufleute von Graz“ (Regie: Helmut Köpping). Pia Hierzegger ist auch als Filmschauspielerin aktiv. Ihre ersten drei Kinofilme drehte sie unter der Regie von Michael Glawogger. Regisseur Wolfgang Murnberger besetzte sie 2009 in seiner Wolf-Haas-Verfilmung „Der Knochenmann“. Im Wettbewerb der Berlinale 2017 feierte die Tragikomödie „Wilde Maus“ Premiere. Unter der Regie und an der Seite ihres Lebenspartners Josef Hader spielte Hierzegger die nichts ahnende Ehefrau eines entlassenen Musik-Kritikers, der mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee zu Geld kommen will. 2019 war Pia Hierzegger mit einer Hauptrolle in Marie Kreutzers Drama „Der Boden unter den Füßen“ erneut bei der Berlinale zu Gast.

Ein Rosa Flamingo in der Gartensiedlung

Das Architektur-Atelier Allcolours errichtete in einer Wiener Kleingartensiedlung ein markantes Sommerhaus, das auf einer Grundfläche von nur 35 Quadratmetern eine Kubatur von 165 Kubikmetern umfasst

In unserer Zeit hochfliegender Bau- und Wohnkosten stellt der ökonomische Umgang mit Grund und Boden eine besondere Herausforderung für Architekten dar. Das Wiener Architektur-Atelier Allcolours  Architecture Urbanism realisierte nun in Wien auf einem Kleingarten-Grundstück von knapp 200 Quadratmetern Fläche einen außergewöhnlichen Entwurf, der die begeisterten Bauherren von einem „rosa Flamingo“ im baulichen Einerlei rundherum sprechen lässt.

Die Kleingartenanlage auf der Schmelz, in der sich der aus rot gefärbtem Dämm-Beton und Glas gefertigte Flamingo erhebt, trägt den schönen Namen „Zur Zukunft“. Das passt zum Stil des Allcolours-Ateliers um Markus Taxer, das mehr im Sinn hatte als ein gewöhnliches Gartenhaus.

Zunächst ging es um die Struktur des nur 10 x 20 Meter großen Grundstücks: „Vorne gibt’s eine Zone mit Platz zum Spielen. Dann folgt eine Zone fürs Kochen, Essen und Feiern, an die sich ein ruhiger, introvertierter Teil des Gartens anschließt. Dieser Bereich ist gerahmt vom Haus, vom Pool und von Pflanzen.“

Extrovertiert und introvertiert zugleich präsentiert sich das ganze Haus. Das Erdgeschoss mit Wohnzimmer, Küche und WC steht dank seiner großflächigen Fensterfronten in Richtung Süden in direktem Kontakt zur umgebenden Natur. Architekt Taxer: „Durch die nach außen öffnenden Fenstertüren entsteht ein lebendiges Hin und Her und eine Auflösung der Begriffe Drinnen und Draußen“. Dieser Effekt wird verstärkt durch die Tatsache, dass der große Esstisch – ein besonderer Wunsch der Bauherren – nicht im Haus, sondern im Garten steht.

Im ersten Stock des nur 5 Meter hohen Gebäudes fühlt man sich hingegen definitiv drinnen. Hier sind die Schlafkojen das formgebende Element, die nicht nur zum Ruhen einladen, sondern auch ein Höchstmaß an Privatsphäre und Rückzug gewähren.

Die Verbindung zwischen den Stockwerken wird durch die abgerückte Treppe hergestellt, die von Beginn an als begehbare Skulptur konzipiert wurde: „Die Treppe steht buchstäblich neben dem Haus. Um den abgelösten Eindruck zu verstärken, wurde die Treppe mit nur vier Glasscheiben ohne zusätzliche Unterkonstruktion eingehaust. Im Bauch der Treppenskulptur ist notwendiges Inventar wie Waschmaschine und dergleichen untergebracht.“

Haus und Treppenhaus haben unterschiedliche Farbkonzepte. Als wichtigstes Material dient rot eingefärbter Dämmbeton. Das Rosa kontrastiert nach außen zum Grün des Gartens und zu den Brauntönen der Holzhäuser in der Umgebung. Innen erzeugt die Colorierung, hergestellt durch die Zugabe von rotem Farbpigment im Beton, für angenehm weiche Lichtstimmungen. Als Kontrast ist die Treppe aus grauem Sichtbeton mit geschliffenen Oberflächen gefertigt.

Am Beginn der Planung stand die ausführliche Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten – ein Prozess, der Architekt Taxer von einem „Kollektiv der Superlative“ sprechen lässt: „Statik und Baufirma haben sich massiv in die Umsetzung eingebracht, genauso wie der Betonhersteller und die Cooperative Leichtbeton oder ein Start Up, das mit kabelloser Sensortechnik während der Aushärtungsphase für die Betonüberwachung zuständig war.“

Die Statik lag in den Händen von Werkraum Ingenieure ZT Peter Bauer. Auch dort zeigt man sich enthusiasmiert von dem kleinen, aber anspruchsvollen Projekt: „Bei diesem Haus liefert der Entwurf von Allcolours alle Voraussetzungen, die man braucht, um ein Haus quasi fliegen zu lassen. Geschosshöhe, zugleich tragende und dämmende Wände aus Leichtbeton und ein stabiler Kern sind dafür eine Notwendigkeit, weiters die Bereitschaft, die – nicht tragende – Stiege daneben zu stellen und die Herausforderung anspruchsvoller Details zu bewältigen. So macht das Konzipieren und Konstruieren von Tragwerken Spaß!“

Dieser Spaß überträgt sich nun auf die Bauherren: „Der erste Anblick war ein Wahnsinn – ein schwebendes rosa Haus. Was uns am meisten taugt, sind die Schlafzimmer. Trotz Beton, Beton und Beton sind sie unglaublich heimelig.“

Technisch wäre es ohne weiteres möglich, das Sommerhaus auch ganzjährig zu bewohnen. „Der große Glasanteil an der Südseite fängt jeden Sonnenstrahl ein und macht die Räume schnell sehr angenehm warm“, sagt Architekt Markus Taxer. „Der Beton ist in der Lage, die Wärme zu speichern. Zusätzlich gibt es Infrarot-Paneele, die das Haus bei Bedarf temperieren.“

Das Gartenhaus im Gartenverein „Zukunft“, entworfen von den Architekten Markus Taxer, Bernd Leopold und Jelena Smiljanic, ist nicht das erste Projekt, mit dem das Atelier Allcolours demonstriert, welch spektakuläre Raumlösungen auf kleinen Grundstücken möglich sind. In den letzten Jahren machten die Allcolours-Baukünstler mit zwei ähnlich geratenen Neubauten Furore.

Auf einem 310-Quadratmeter-Grundstück an den Hängen der Wiener Weinberge errichtete Allcolours auf einer bebauten Fläche von nur 35 Quadratmetern ein Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von 98 Quadratmetern in drei Stockwerken. Auch der Bau eines Wohnhauses am Wiener Donaukanal, das auf 50 Quadratmetern Grund eine Nutzfläche von 120 Quadratmetern entstehen ließ, fand in der Öffentlichkeit große Beachtung.

www.allcolours.eu

Team:
Arch DI Markus Taxer
Arch Mag arch. Bernd Leopold
Projektleitung DI Jelena Smiljanic
Tragwerksplanung:

Werkraum Ingenieure ZT GmbH, Prof. DI Peter Bauer

Baumeisterarbeiten:100% Bauen, Bmst Stefan Kraus

Beton: Lafarge, Perlmoser

Sensoren Betonüberwachung: SuessCo Sensors GmbH

Fenster und Verglasungen: Lüftenegger GmbH, Wolfgang Weichselbaumer

Dach: Ing. Hans Drascher GmbH

Elekro: Ing. Emmerich Csernohorszky GmbH

Haustechnick: ECKL Sanitär & Heizungstechnik

Tischler / Bautischler: Marcus Popp

Pooltechnik: Grossmann GmbH

Alle Moleküle immer in Bewegung

Die Biografie der unkonventionellen Biochemikerin ist eine Inspiration für alle Frauen, ihren eigenen Weg zu gehen. Renée Schroeder ist eine Frau mit vielen Facetten. Die Biochemikerin hat sich von Wien aus einen Platz in der internationalen Spitze der Wissenschaft erkämpft. Kein leichtes Unterfangen als Frau in diesem Fach. Nun startet sie im „Unruhestand“ eine neue Karriere als Bäuerin mit dem Forschungsfeld „Wildkräuter“. Ein konventionelles Leben hat Renée Schroeder noch nie geführt. 1953 in Brasilien geboren, ging die Reise in ihrer Kindheit über Luxemburg nach Bruck an der Mur. Die Wanderjahre absolvierte sie in München, Paris und den USA, um anschließend in Wien ihre berufliche Heimat zu finden. Zwischen Wissenschaft und Feminismus hatte die überzeugte Atheistin bis heute viele Kämpfe auszutragen… Eine spannende Biografie über eine außergewöhnliche und konsequente Frau.

Renée Schroeder geboren 1953 in João Monlevade, Brasilien, studierte Biochemie in Wien, verbrachte ihre Lehrjahre in München, Paris und in Albany/NY, war Leiterin des Department für Biochemie und Zellbiologie an der Universität Wien. 2001–05 Mitglied der Bioethik-Kommission der österreichischen Bundesregierung, 2003 erhielt sie den Wittgensteinpreis und 2011 den Eduard Buchner Preis. Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres 2002. Zuletzt erschienen: “Die Erfindung des Menschen. Wie wir die Evolution überlisten” (2016).

Ursel Nendzig geboren 1980. Sie studierte Wirtschaft an der WU Wien und absolvierte ihre journalistische Ausbildung an der Zeitenspiegel-Reportageschule in Deutschland. Sie lebt in Wien als freie Autorin für Magazine und Tageszeitungen. Zuletzt erschienen (gemeinsam mit Renée Schroeder): “Die Erfindung des Menschen” (2016), “Renée Schroeder – Alle Moleküle immer in Bewegung” (2019).

Salzburg International ArtFair

Neues Kultur-Event als exklusiver Treffpunkt für Sammler, Kunst- und Kulturfreunde

Salzburg bekommt ein neues und spektakuläres Kultur-Event. Vom 10. bis zum 18. August 2019 findet erstmals die Salzburg International ArtFair statt, die den Kunstfreunden aus aller Welt ein eindrucksvolles Programm bietet. Das Spektrum der Kunstwerke reicht von der Österreichischen Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts bis zur Zeitgenössischen Kunst. Die Malerei des Biedermeier ist genauso vertreten wie die Klassische Moderne. Dazu gibt’s Skulpturen, Glas, Fotografien und wertvolle Exponate aus der stets besonders gefragten Epoche Wien um 1900.

Die Salzburg International ArtFair (SIAF) öffnet ganz bewusst parallel zu den Festspielen ihre Tore. „Salzburg ist während der Festspiele der Nabel der Kunstwelt und lockt kunstsinnige Besucher aus allen Kontinenten nach Österreich“, sagt Veranstalter Wolfgang Pelz. Während die Kunstfreunde im Festspieldistrikt die großen Opern-, Theater- und Konzert-Events genießen, bietet die ArtFair – konzipiert als Mischung aus Kunsthandel und Gallery Business – ein gleichermaßen hochklassiges Programm. Mehr als 25 AusstellerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien haben sich angesagt.

Für den Veranstalter Wolfgang Pelz bedeutet die Premiere der SIAF eine Rückkehr nach Salzburg. Von 2009 bis 2014 gestaltete er die Art Salzburg, die als Kunstmesse während der Festspiele ein großes Publikum anzog. Die ArtFair steht also in der Tradition der Art Salzburg, geht aber mit einer wichtigen Neuerung in Szene. Die betrifft den Schauplatz. Die SIAF findet im Amadeus Terminal 2 des Salzburger Flughafens statt.
Der Hintergrund: „Die Innenstadt Salzburgs hält dem immensen Ansturm der Besucher im Festspielsommer nicht mehr stand“, sagt Wolfgang Pelz. „Die Parkhäuser sind voll, die Kaffeehaus-Kellner genervt. Kein Platz zum Flanieren oder Seele baumeln lassen“.

Eine Weltpremiere: Kunstmesse am Flughafen

Am Amadeus Airport, gerade mal 15 Auto(bus)-Minuten vom Salzburger Zentrum entfernt, ist das anders. Vermutlich erstmals weltweit findet eine Kunstmesse an einem Flughafen statt. Das bedeutet nicht nur, dass besonders eilige Gäste von auswärts direkt zum Event einfliegen können. Das heißt vor allem: Die Infrastruktur ist perfekt. Den Besuchern stehen 4.000 Parkplätze gratis zur Verfügung. Alles ist möglich: Messebau high end, Skulpturengarten, Piazza zum Verweilen, Restaurant, Café und Lounges.
Wer den Blick von den Kunstwerken mal nach draußen streifen lässt, der sieht gegenüber den Hangar 7 von Red Bull, aus dem ServusTV seine Live-Talks überträgt. In der Ferne erkennt man die Festung Hohensalzburg und die Berge. Und natürlich starten und landen auch die Jets, die Salzburg mit ganz Europa verbinden.

Das Programm: Große Namen und neue Namen

Doch das sind Äußerlichkeiten. Im Mittelpunkt steht natürlich voll und ganz die Kunst. Und hier wartet die Salzburg International ArtFair mit großen Namen und großartigen Werken auf. Highlights auf der Messe sind bis dato der Deutsche Jonathan Meese, der Belgier Jan Fabre und der New Yorker Doug Argue.
 
Die Mischung aus Kunstmarkt und Galerie führt dazu, dass Museumskunst (von Klimt bis Schiele, von Kokoschka bis Weiler) Seite an Seite zu sehen ist mit den Werken etablierter, am Markt angekommener KünstlerInnen (u. a. Lindsay Lawson, Herbert Brandl, Franz West oder Gerold Tusch und Clemens Wolf), aber auch mit den Arbeiten von NewComerInnen, die es zu entdecken gilt.
 
Veranstalter Wolfgang Pelz über das Konzept: „Man kann es sich als Kunstmesseveranstalter leicht machen. Man ruft in den Wald williger AusstellerInnen hinein und erntet einen wilden Mix. Wir aber suchen die perfekte Gruppe. Wir sprechen gezielt AusstellerInnen an und schaffen so ein einzigartiges, stimmiges Gesamtwerk. Warum? Weil dann für jeden Besucher etwas dabei ist. Weil wir vermeiden, dass mehrere AusstellerInnen gleiche KünstlertInnen zeigen. Und weil sich jeder bemüht, für den Besucher etwas Einzigartiges zu bieten. Die Messestände sollen ja verzaubern und kleine, ins sich geschlossene Kunstwelten sein. Die Gastronomie muss Freude machen und jeder Messehost soll freundlich, kompetent und mehrsprachig sein.“

Die Aussteller:

Galerie bei der Albertina â– Zetter | Wien 22

Galerie Susanne Bauer | Wien 24

the BLACK SQUARE | Vienna 25

Rudolf Budja Galerie | Salzburg | Graz | Miami 18

CAA Contemporary Art Advice | Wien 29

District4art | Wien 28

Galerie Robert Drees | Hannover 11

Galerie Johannes Faber | Wien 03

galerie GALERIE Heimo Bachlechner | Graz 27

Galerie Gerersdorfer | Wien 16

Kunsthandel Gril&Neffe | Wien 10

Galerie Kandlhofer | Wien 09

Galerie Kovacek Contemporary | Wien 21

Galerie Kovacek Spiegelgasse | Wien 20

The Gallery Krinzinger Jonathan Meese Art Project 06

Galerie Kunst & Handel | Graz 26

Kunstsalon Perchtoldsdorf 13

Galerie Leonhard | Graz 08

Galerie Magnet | Völkermarkt 04

MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg Vienna 19

Galerie Reinisch Contemporary | Graz 01-02

Smolka Contemporary | Wien 05

Galerie Michaela Seif | Perchtoldsdorf 13

Silvia Steinek Galerie | Wien 12

Van Gogh Art Gallery | Madrid 17

Galerie Welz | Salzburg 23

Galerie Zimmermann Kratochwill | Graz 08

Galerie3 | Klagenfurt | Velden 14

Galerie 422 Margund Lössl | Gmunden 25

Audi Lounge 30


In Kooperation mit:

Salzburger Flughafen – www.salzburg-airport.com
Red Bull – www.redbull.com
Porsche Austria GmbH – www.audi.at


Medienpartner:

ORF III

Ö1 Club

Salzbuger Nachrichten

… als ob sie Emma hießen. Eine Nachbetrachtung.

Emmy Werner – … als ob sie Emma hießen 
Eine Nachbetrachtungâ.

‚Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen‘ – Christian Morgensterns Möwenlied begleitet den Lebensweg der Prinzessin auf der Erbsensuppe ebenso wie das Spiel in ihrem Tischtheater. Dieses Spiel war ihr Zuflucht im Krieg und Ersatz für ihr eigenes Zimmer. Ein Auslöser auch für ihre spätere Berufswahl …
Eine eigenwillige Frau spürt dem Älterwerden, dem alleine Leben und der Theaterarbeit sehr persönlich nach. Humorvoll, kritisch, aber auch mutig und Mut machend.

Frau sein, Theater leiten, älter werden – die frühere Prinzipalin spürt all dem sehr persönlich nach.
Liebt E. das Theater? Fragt man einen Fisch danach, ob er das Wasser liebt? Nach ersten Jahren als Schauspielerin zog es sie bald von der Bühne hinter die Kulissen. Erst hier konnte sie ihr individuelles Potenzial entfalten – bis hin zur Rolle der Theaterleiterin. Doch wie gestaltet sich das Leben einer Frau, die nicht an der Seite eines Partners unsichtbar sein will? Mit welchen Vorurteilen ist sie konfrontiert? Emmy Werner hat ein Buch geschrieben, das Mut zeigt und zum Lachen anregt.

Emmy Werner

geboren 1938 in Wien. Als Schauspielerin hatte Werner zahlreiche Engagements in Theater und Fernsehen. 1979/80 Gründung des Theaters Drachengasse, das sie auch bis 1987 leitete. Von 1988–2005 Direktorin des Volkstheaters Wien. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

Residenz Verlagâ

Möwenlied

Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
ich laß sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.

DIE BURG

Ein Film von Hans Andreas Guttner, 2018, 95 Minuten

Der Film “Die Burg” porträtiert eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt in Form einer filmischen Entdeckungsreise, die sichtbar macht, was sonst unsichtbar ist: die Arbeit, die notwendig ist, um dieses kulturelle Instrumentarium in Gang zu halten. Es geht um das Ineinandergreifen der Arbeitsabläufe, die vielfältigen Schritte, die von der Auswahl eines Stückes bis zur Premiere zu bewältigen sind. So vermitteln die vielfältigen Perspektiven die Faszination, die vom Sujet Theater ausgeht, auf besonders intensive Weise.

Im Mittelpunkt von “Die Burg” steht die Entstehung des Stückes „Geächtet“ von Ayad Akhtar, das von den Nachwehen des 11. September in der New Yorker Upper Class handelt und mit den SchauspielerInnen Nicholas Ofczarek, Fabian Krüger, Katharina Lorenz, Christoph Radakovits und Isabelle Redfern prominent besetzt ist.

Mit dem Filmemacher Hans Andreas Guttner haben wir uns auf ein für uns bisher völlig unbekanntes Terrain gewagt: den Dokumentarfilm. Unser Theater, das in langen Probenprozessen die größtmögliche Perfektion anstrebt, bevor es sich dem Publikum zeigt, wurde für zwei Monate zum „Freiwild“ für das Kameraauge, offen, ungeschützt, ungeprobt… Ein Abenteuer für beide Seiten. Karin Bergmann, Burgtheaterdirektorin

Website Die Burg

Ein Raumwunder auf kleiner Fläche

Wie auf 35-Quadratmeter bebaubarer Fläche ein Einfamilienhaus mit 98 Quadratmetern Nutzfläche entstand

Haus in den Weinbergen des Wiener Architektur-Ateliers Allcolours

Grundstücke in gefragter Lage wechseln heute zu astronomischen Beträgen den Besitzer. Das stellt Architekten vor die Herausforderung, mit dem kostbaren Gut der Grundfläche so ökonomisch wie möglich umzugehen.

Dem Wiener Architektur-Atelier Allcolours ist jetzt in einem der schönsten Areale am nördlichen Rand von Wien ein Coup gelungen. Das von Allcolours entworfene Haus bietet auf einer bebauten Fläche von nur 35 Quadratmetern auf drei Etagen eine Nutzfläche von 98 Quadratmetern. Damit nicht genug: Das kleine, aber feine Grundstück (Gesamtfläche: 310 Quadratmeter mit Blick in die Weinberge und in die City) ist obendrein mit Swimming Pool und Fahrradraum ausgestattet.

Die Anforderungen bei der Planung dieses Einfamilienhauses waren nicht nur wegen der geringen Fläche ungewöhnlich. Das Hanggrundstück am Übergang zwischen Weinbergen und Stadt ist über einen 1,4 Meter breiten Weg mit zehn Prozent Steigung erreichbar, über den der Bau abgewickelt werden musste.

Das Team von Allcolours nahm die Herausforderung an: Die Architekten legten die große Wohnküche als Herzstück des Hauses an. Das Gebäude wurde buchstäblich um den Küchentisch herum geplant. Die Wohnküche nimmt fast die gesamte Fläche des Erdgeschosses ein.

Im Untergeschoss, das durch die Hanglage des Grundstücks reizvolle Blicke nach außen ermöglicht, sind zwei Schlafzimmer von jeweils knapp zehn Quadratmetern, das Bad, ein Schrankraum, ein Vor- und ein Technikraum angeordnet. Im Obergeschoss schließlich wurde das große Wohnzimmer mit 27 Quadratmetern Fläche errichtet.

Das Ziel der Architekten: Bei möglichst großer Privatheit sollte gleichzeitig ein Gefühl von Weite entstehen. Das Haus verstellt wie ein großer Felsbrocken die Sicht vom Zugangsweg zum privaten Garten. Die Öffnungen des Hauses erlauben den Bewohnern jedoch einen uneingeschränkten Ausblick – in einem Spiel mit Blickbeziehungen über alle drei Ebenen. Mal schaut man in den Garten oder zum Pool, dann wieder in die Weinberge oder zur City. Die faktische Kleinheit des Bauwerks wird durch diese bildhaften Ausblicke in den Hintergrund gedrängt.

In allen drei Ebenen bestimmen unterschiedliche Materialien das Bild. Der Sichtbeton im Untergeschoss mit den Schlafzimmern vermittelt eine Atmosphäre von Sicherheit. Im Erdgeschoss mit der großen Wohnküche fällt der hohe Glasanteil auf, während das Obergeschoss rundum das gewünschte Holz-Feeling spüren lässt. Als verbindendes Herzstück zwischen den Ebenen dient die Treppe, die wie eine begehbare Skulptur, ein begehbares Möbel angelegt ist.

Die bis ins Detail durchdachte Konzeption des Hauses macht sich nicht nur in den Innenräumen, sondern auch außen bemerkbar. Die feine Holzfassade etwa wurde mit unterschiedlich breiten Latten errichtet, in die obendrein viele unsichtbare, aber perfekt nutzbare Funktionen integriert sind: Von der nahtlos eingebauten Haustüre bis zu Revisionsklappen für den Sonnenschutz.

Der 14 Quadratmeter große Swimming Pool hat seinen Platz hinter dem Haus an der höchsten Stelle des Gartens. Die Folge: Auch von dort genießt man tolle Ausblicke in die umgebenden Weinberge und in die Stadt. Was das Material betrifft, ist der Pool eine „puristische Wanne“ aus Sichtbeton. Diese Bauweise lässt das Wasser in einem magischen, bergseeartigen Grün erscheinen.

Die Steilheit des Geländes wurde ganz bewusst ausgenutzt. Das Nebengebäude beherbergt mit seinen schrankartig ausgebildeten Räumen die Pooltechnik und die Fahrrad-Abstellnische. Das Projekt zeigt ein Spiel mit Dimensionen: Höhe und Sockel vergrößern das Gebäude, ohne den Maßstab zu verlieren. Die unterschiedlichen Fensterformate unterstützen die Lesbarkeit des Baukörpers, ohne Kleinteiligkeit zu demonstrieren. Trotz des Standorts in der Millionenstadt Wien vermittelt das Gebäude eine gewisse Ferienhaus-Idylle – zu der natürlich auch der Pool mit seiner farblichen Alpensee-Aura  das Seine beiträgt.

Das Allcolours-Team hat in der Vergangenheit bereits mit einem anderen Projekt gezeigt, wie ökonomisch es beschränkte Grundflächen zu nutzen vermag. Der Bau eines Wohnhauses am Wiener Donaukanal, das auf 50 Quadratmetern Grund eine Nutzfläche von 120 Quadratmetern entstehen ließ, fand in der Öffentlichkeit große Beachtung.

www.allcolours.eu

Liste, der am Bau beteiligten Firmen (Planer, Handwerker + Lieferanten)

Baumeister:

Kontakt

Pooltechnik:

Fordinal http://www.fordinal.at/kontakt.php

Inneneinrichtung, Küche: Design und Planung ALLCOLOURS / Umsetzung: http://www.gallant.at/#kontakt

Holzbau, Fenster & Verglasungen, Fassaden, Beschattung, Zaun
https://www.lueftenegger.eu/kontakt.html

Elektriker:

ET Fritz GmbH Kontakt

Installateur:
https://www.eckl-installationen.at/de/kontakt/

Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus

D 2018 | 90 Minuten Regie: Niels Bolbrinker, Thomas Tielsch

Vor beinahe hundert Jahren wurde eine radikale künstlerische Utopie in die beschauliche Stadt Weimar hineingeboren: Das Bauhaus. Ihre Auswirkungen prägen unsere Lebenswelt bis heute. Vor dem Hintergrund des 100. Bauhaus-Jubiläums erzählt der Dokumentarfilm “Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus” nicht nur Kunst-, sondern Zeitgeschichte. Von Beginn an fragten die Architekten und Künstler des Bauhaus, darunter Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee: Wie zusammenleben? Was bedeutet „zusammenleben“? Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen am gemeinsamen Leben teilhaben? Mit dem Bauhaus wurden Kunst, Gestaltung und Architektur politisch. Es entstand eine Raumkunst, die sich ebenso wenig zu schade war, über den Abstand zwischen Badewanne und Toilette nachzudenken wie über den idealen Stuhl.

Der Dokumentarfilm “Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus” geht zurück zu den Anfängen der ersten Bauhaus-Gruppe um Walter Gropius, deren Ausbildungskonzept zwischen Feiern und Forschen revolutionär war. Vom Bauhaus als gesellschaftlicher Utopie ausgehend fragen Niels Bolbrinker und Thomas Tielsch nach ihrer Evolution, ihrem Wandel und ihrer Inspirationskraft im Lauf der letzten hundert Jahre. Wie können die Ideen des Bauhaus den Herausforderungen des globalen Kapitalismus und seiner Umwälzung der Wohnungsmärkte begegnen?

“Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus” führt uns vom legendären Bauhausgebäude in Dessau zu visionären Projekten in lateinamerikanischen Favelas, von den Kursen der Bauhaus-Meister Kandinsky, Klee und Schlemmer zu skandinavischen Schulen ohne Klassenräume, von der Berliner Gropius-Stadt zur Vision einer autofreien Metropolis.

Kindheit. Ein Film von Margreth Olins

N 2017 | 90 Min

Der Dokumentarfilm “Kindheit” fängt den Zauber der Kinder und des Aufwachsens in berührenden Bildern ein

Kinder sind ein Schatz, den es zu behüten gilt. Ihr Aufwachsen hat etwas Verletzliches, etwas Schutzbedürftiges. Sie alle eint ein Leuchten, ein Strahlen, das von Innen herauskommt. Mit ihrem Lachen lehren sie uns eine Unbeschwertheit und Freiheit, die uns wohl zwangsläufig irgendwann verloren geht.

Der Dokumentarfilm “Kindheit” „fängt den ganzen Zauber der Kinder und ihrer Zeit in auffallend schönen, berührenden Bildern ein“ (Süddeutsche Zeitung). Entgegen unserem modernen Selbstoptimierungszwang, nach dem Kinder möglichst schon im Kindergarten lesen und eine Fremdsprache lernen sollen, zeigt dieser Film Kinder, die von Erwachsenen noch in Frieden gelassen werden und im Wald lernen dürfen, was wachsen heißt.

Die Regisseurin Margreth Olin versteht ihren Film als stillen Protest und zeigt mit ihm ein Plädoyer für das Recht auf eine behütete Kindheit, bevor die Kinder wohl ohnehin noch früh genug erfahren müssen, was es heißt, erwachsen zu werden.

kindheitderfilm.de

facebook.com/KindheitFilm

Europäische Kulturhauptstadt 2024

Österreich: Europäische Kulturhauptstadt 2024

Kick-off: Ausschreibung und öffentliche Konferenz m 9. Juni

Österreich wird im Jahr 2024 zum dritten Mal nach Graz 2003 und Linz 2009 eine Europäische Kulturhauptstadt stellen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Schon im April gab es die ersten Workshops und Anfang Juni 2017 erfolgt die Ausschreibung für jene Städte, die sich um den Titel Europäische Kulturhauptstadt bewerben wollen.

Aus diesem Anlass veranstaltet das Bundeskanzleramt am 9. Juni (9.30 Uhr) in Wien eine öffentliche Konferenz, die unter dem Leitthema „ Mehr Kultur durch mehr Europa“ steht. Alle Bewerber, aber auch die Öffentlichkeit und Medien, sind zur Konferenz eingeladen (Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien, Anmeldung: www.creativeeurope.at )

Die Konferenz wartet mit einem interessanten Programm auf. Kulturminister Thomas Drozda, der Programmdirektor der Kulturhauptstadt Linz 2009 und Marseille-Provence 2013 Ulrich Fuchs, der künstlerische Leiter der Ars Electronica Gerfried Stocker, die künstlerische Leiterin der Brunnenpassage Anne Wiederhold oder Cornelia Gerdenitsch vom Austrian Institute of Technology sowie Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici und noch viele weitere Expertinnen und Experten werden an der Kick-off-Veranstaltung „Kulturhauptstadt 2024“ teilnehmen.

Für musikalische Impulse sorgen Die Strottern und Slamlabor.

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